Winterspiele Sotschi 2014 Ölmilliarden für die teuersten Olympischen Spiele der Geschichte

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Ein Sessellift über einem Plakat für die Olympischen Winterspiele 2014 in der russischen Stadt Sotschi. Quelle: dpa

Ein Sessellift über einem Plakat für die Olympischen Winterspiele 2014 in der russischen Stadt Sotschi.

(Foto: dpa)

Sichtlich angetan vom Baufortschritt ist auch Jean-Claude Killy. Der frühere französische Skifahrer ist beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) für die Koordination mit den Sotschi-Organisatoren zuständig – und geizt nicht mit Lob für die Russen: „In der Geschichte der Olympischen Winterspiele gab es noch nie einen Fall, dass die gesamte Infrastruktur neu gebaut werden musste.“ Insofern sei er „beeindruckt“ vom Fortschritt der Bauarbeiten.

Nach Angaben von Dmitrij Kosak, dem für Olympia zuständigen Vize von Premierminister Wladimir Putin, sind die Bauarbeiten zu 40 Prozent abgeschlossen – drei Jahre vor dem Start der Olympiade und dreieinhalb Jahre, nachdem Russland den Zuschlag bekommen hat. Bis Jahresende sollen drei Viertel der Anlagen stehen. Knapp 20.000 Arbeiter wuseln auf den Baustellen im Tal und in den Bergen herum; insgesamt beschäftigen sich rund 40000 Angestellte mit der Vorbereitung der Winterspiele, so Kosak.

Auftraggeber ist nicht nur der Staat – auch staatliche und private Unternehmen hat die Regierung in die Pflicht genommen: Oligarch Oleg Deripaska wurde vor der Krise verdonnert, Flughafen und Seehafen neu zu errichten. Dessen Intimfeind und Norilsk Nickel-Chef Wladimir Potanin baut für gut eine Milliarde Euro das Skigebiet „Rosa Chutor“ mitsamt Hotels.

Sotschi 2014 ist für Russland ein Prestigeprojekt – ganz nach dem Geschmack von Premier Wladimir Putin. Erstmals seit dem Ende der Sowjetunion will Russland die Welt mit einem sportlichen Großereignis überraschen. Dahinter steht nichts weniger als Russlands Traum von alter Größe, den Russlands Führung gegen viel Geld in die Realität umsetzen will – auch wenn fürs Erste nur um den Wintersport geht.

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1 Kommentar zu "Winterspiele Sotschi 2014: Ölmilliarden für die teuersten Olympischen Spiele der Geschichte"

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  • dafür werden wir an den Tankstellen und beim heizen abgezockt. Und das in einem Land wo wenige unverschämt und (bei vielen) nicht nachvollziehbar reich sind aber viele sehr arm sind. Menschenrechte werden in diesem Land mit Füssen getreten. Hier dürften überhaupt keine Olympischen Spiele stattfinden, da es auch nicht dem olympischen Gedanken entspricht. Kein Sportler sollte hier an den Start gehen.

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