Winterspiele Sotschi 2014
Ölmilliarden für die teuersten Olympischen Spiele der Geschichte

Nach holprigem Start laufen die Bauarbeiten für die Winterspiele in Sotschi nach Plan. Bis zu 30 Milliarden Dollar verbaut Russland, um in drei Jahren die teuersten Olympischen Spiele der Geschichte auszurichten.
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SotschiIm Schwarzmeer-Kurort Sotschi, wo auf Russlands größter Baustelle rund 24 Milliarden Euro für die Winterolympiade 2014 verbaut werden, liefern viele Hunderte deutsche Zulieferer ihre Gewerke ab: Fensterbauer Schüco stellt Spezialglas, Bosch die Sicherheitstechnik für den neuen Flughafen. Herrenknecht, ein Baukonzern aus dem Schwarzwald, bohrt mehrere der 50 Tunnel, die für eine Bahnstrecke und eine Schnellstraße durch den Kaukasus gebohrt werden. Die Bahnstrecke wird später Siemens mit nagelneuen Regionalbahnen bestücken. Auch Bauzulieferer wie Knauf oder Heidelberg-Zement machen auf Europas größter Baustelle gute Geschäfte.

Die Projekte sind kleinteilig, aber in der Summe werden sie zur wahren Masse. Ungewollt greift auch der russische Staat den Deutschen unter die Arme: In Sotschi gilt wie bei anderen Regierungsprojekten auch die Prämisse, dass russische Unternehmen im Zweifel die Zuschläge erhalten. Ausländer kommen dann zum Zuge, wenn die russischen Wettbewerber nichts anzubieten haben - was allzu oft der Fall ist. In der Folge gehen die Aufträge an deutsche Zulieferer, die so spezialisiert sind, dass sie Konkurrenten aus China oder anderen GUS-Ländern ausstechen.

Auch der internationale Skizirkus hat schon Einzug gehalten. Im Skigebiet „Rosa Chutor“, das vorige Saison nicht einmal in Betrieb war, lieferten sich im Februar die besten Abfahrtsläufer Europas spannende Rennen. Öffentlichkeitswirksam hatten sich Präsident Dmitrij Medwedjew und Premierminister Wladimir Putin im benachbarten Gazprom-Areal selber die Bretter unter die Füße geschnallt - nachdem sie zuvor die Pisten in Sotschi vor Kameras des Staatsfernsehens als „eine der besten Strecken der Welt“ gerühmt hatten.

Dabei sah es lange Zeit gar nicht gut aus in Sotschi: Vor zwei Jahren, als im Sotschi-nahen Bergdorf Krasnaja Poljana zahllose Fundamente für Nobelhotels, Sportstätten und eine neue Eisenbahntrasse gegossen waren, standen die Kräne darüber sämtlich still: Wegen der Finanzkrise mussten Staat und private Investoren die Bauarbeiten auf unbestimmte Zeit einstellen.

Jetzt ist die Krise Schnee von gestern. Seit die Öl- und Gasmilliarden wieder nach Russland fließen, spielt Geld bei „Sotschi 2014“ keine Rolle: 950 Milliarden Rubel (24 Milliarden Euro) will der Kreml am Schwarzen Meer und in den Bergen des Kaukasus für die Winterspiele verbauen. Schon jetzt steht fest, dass dies die teuersten olympischen Winterspiele aller Zeiten werden – zehnmal teurer als die Spiele im kanadischen Vancouver, wo zum vorigen Jahr ein Großteil der Anlagen neu errichtet wurde.

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  • dafür werden wir an den Tankstellen und beim heizen abgezockt. Und das in einem Land wo wenige unverschämt und (bei vielen) nicht nachvollziehbar reich sind aber viele sehr arm sind. Menschenrechte werden in diesem Land mit Füssen getreten. Hier dürften überhaupt keine Olympischen Spiele stattfinden, da es auch nicht dem olympischen Gedanken entspricht. Kein Sportler sollte hier an den Start gehen.

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