Wintersport Doping
Perner und Rottmann haben Blutdoping betrieben

Der Österreichische Skiverband hat in seinem Abschlussbericht bestätigt, dass die beiden Biathleten Wolfgang Perner und Wolfgang Rottmann bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin Blutdoping betrieben haben.

Österreichs Biathleten Wolfgang Perner und Wolfgang Rottmann, die vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bereits lebenslang gesperrt wurden, haben bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin definitiv Blutdoping betrieben. Dies bestätigte der Österreichische Skiverband (ÖSV) rund eineinhalb Jahre nach den Winterspielen in seinem Abschlussbericht erstmals. Noch am 23. Juni war Rottmann vom ÖSV vom Vorwurf des Blutdopings freigesprochen worden.

Die Dopingaffäre war bei Razzien der italienischen Staatsanwaltschaft im Quartier der Österreicher aufgedeckt, aber von Sportlern und Verband zunächst bestritten worden. Außerdem wird Rottmann und Perner nun der Besitz der verbotenen Substanz Albumin angelastet. Die früheren Trainer Walter Mayer und Emil Hoch hätten Doping in Form von verbotenen Methoden geduldet und aktiv unterstützt. Alle vier sollen nach der Entlassung aus dem Verband nun als Mitglieder gestrichen und von der Teilnahme an allen künftigen Veranstaltungen ausgeschlossen werden.

Perner und Rottmann hatten nach ihrer lebenslangen Sperre am 25. April durch die IOC-Exekutive in Peking auf einen Einspruch beim Obersten Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne verzichtet. Klage auf Aufhebung stellten dort allerdings die ebenfalls lebenslang gesperrten Skilangläufer Roland Diethart, Johannes Eder, Jürgen Pinter und Martin Tauber. Mit einer Entscheidung ist laut CAS bis September zu rechnen.

Keine Beweise hat der Disziplinar-Ausschuss des ÖSV dafür gefunden, dass drei Mannschaftsärzte unmittelbar in das Doping verwickelt waren. Allerdings hätten die Ärzte Hannes Lechner und Stefan Hainzl "zu einem Zeitpunkt, als Infusionen mit erlaubten Zusätzen nicht verboten waren, Athleten eingewiesen, wie sie sich Infusionen und intravenöse Injektionen selbst verabreichen".

© SID

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