Wintersport International
Skandal-Trainer Mayer ist wieder im Geschäft

Walter Mayer arbeitet wieder als Trainer. Der nun beim Bundesheer beschäftigte Coach war in den Doping-Skandal bei den olympischen Winterspielen in Turin verwickelt und spektakulär vor einer Polizei-Razzia geflohen.

Seine Verstrickungen in den Doping-Skandal bei den olympischen Winterspielen in Turin scheinen der beruflichen Zukunft von Walter Mayer keinen schweren Schaden zugefügt zu haben. Der österreichische Skandal-Trainer arbeitet wieder als Coach beim Heer der Alpenrepublik. Der 49-Jährige war bei den Winterspielen in Turin in die Doping-Affäre um Österreichs Skilangläufer und Biathleten verwickelt und hatte danach mit einer spektakulären Flucht aus Italien für Aufsehen gesorgt. Seine bereits zum 1. September erfolgte Anstellung bestätigte Mayer bei einer Ehrung durch den WSV Ramsau.

"Ich werde mich jetzt um Hobby-Sportler in Ramsau kümmern. Mit dem österreichischen Ski-Verband habe ich nichts mehr zu tun, ich habe auch keine Angebote aus dem Ausland", sagte Mayer. Anfang des Monats war der Coach mit Österreichs Marathon-Läuferin Eva-Maria Gradwohl in Verbindung gebracht worden. In der Kleinen Zeitung dementierte die 33-Jährige dies aber: "Ein Blödsinn, ich kenne Mayer zwar, er trainiert meine Chefin, eine Senioren-Langläuferin."

Mayer als Schlüsselfigur in Turiner Doping-Affäre

Mayer, selbst Wasalauf-Gewinner 1980, gilt als Schlüsselfigur der Doping-Affäre in Turin. Besuche des damaligen Sportlichen Leiters Langlauf, der wegen der "Blutbeutelaffäre" bei den Winterspielen 2002 für Olympia bis 2010 gesperrt war, lösten die Razzia im österreichischen Mannschafts-Quartier aus. Dabei stellte die italienische Polizei auch Blutbehälter sicher.

Die Durchsuchung bei den Österreichern fand in Abstimmung der Polizei mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) statt. Der Österreichische Skiverband (ÖSV) feuerte den anschließend flüchtigen Mayer fristlos. Bislang wartet das IOC allerdings vergeblich auf Ermittlungsergebnisse der italienischen Behörden.

Trainingszentrum Ramsau wirbt mit Mayer-Engagement

Der WSV Ramsau ehrte den umstrittenen Trainer nun neben Athleten wie Kombinierer Felix Gottwald, Olympiasieger von Turin, bei einem Mitarbeiter-Fest. Das internationale Trainingszentrum Ramsau am Dachstein wirbt sogar mit Mayer, der auf seiner Homepage ankündigte: "Walter Mayer is back. Voller Ideen und mit neuen Plänen."

© SID

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