Wintersport International
Ski-Trainer Mayer weist Dopingschuld von sich

Der ehemalige Langlauf-Trainer und frühere Nordische Direktor des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) bestreitet seine Schuld am Dopingskandal um Österreichs Skisportler 2006.

Der wegen Dopingvergehen gesperrte Ski-Trainer Walter Mayer bestreitet seine Schuld. "Ich kann nur sagen, dass ich nichts Verbotenes gemacht habe", sagte der ehemalige Langlauf-Trainer und frühere Nordische Direktor des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) nach jahrelangem Schweigen in einem Interview in der Kleinen Zeitung Klagenfurt. Mayer erklärte, nicht in den Dopingskandal um Österreichs Skisportler 2006 verstrickt gewesen zu sein.

Im Zusammenhang mit der sogenannten Blutbeutel-Affäre, als einigen österreichischen Skisportlern bei den Olympischen Spielen 2002 in Salt Lake City Eigenblut-Manipulationen nachgewiesen worden waren, sagte Mayer: "Keine Frage, ich war ein Schlitzohr, und ich stand 2002 auf dem Standpunkt, dass erlaubt ist, was nicht verboten ist. Und das war die Methode, die wir damals angewandt haben, laut FIS-Reglement nicht. Bei Olympia war sie es. Dafür bin ich gesperrt worden, das habe ich akzeptiert."

Bei Olympia 2006 im Mittelpunkt des Dopingskandals

Mayer war daraufhin vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) bis Vancouver 2010 gesperrt worden, stand aber dennoch auch in Turin 2006 im Mittelpunkt eines Dopingskandals. Als Privatmann angereist, flüchtete Mayer nach einer Razzia im Quartier von Österreichs Langläufern und Biathleten vor der Polizei und wurde nach einer regelrechten Amokfahrt zwischenzeitlich festgenommen. "Ich habe Panik bekommen, gedacht: Die wollen mir etwas anhängen. Da bin ich geflohen. Das war vielleicht mein größter Fehler. Abgesehen davon, dass ich überhaupt in Turin war", meinte Mayer in dem Interview.

Seit geraumer Zeit ist der in Österreichs Bundesheer angestellte 52-Jährige dienstunfähig und soll keine Bezüge mehr bekommen, wenn er sich nicht einer weiteren medizinischen Untersuchung stellt. Zudem soll Mayer auf Anweisung des zuständigen Ministeriums vom Heeres-Sportzentrum in die Logistik-Zentrale nach Graz versetzt werden.

© SID

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