Wintersport International
Spanier Ochoa erliegt Krebsleiden

Spanien trauert um seinen einzigen Winter-Olympiasieger. Im Alter von 56 Jahren ist am Montagmorgen Francisco Fernandez Ochoa einem langen Krebsleiden erlegen. 1972 hatte er in Sapporo Gold im alpinen Slalom gewonnen.

Der Spanier Francisco Fernandez Ochoa ist tot. Der Slalom-Olympiasieger von 1972 starb am Montagmorgen nach einem langen Krebsleiden. Ochoa war der einzige Winter-Olympiasieger aus Spanien. Er hatte bei den Winterspielen 1972 im japanischen Sapporo Gold im alpinen Slalom vor dem italienischen Vettern Gustav und Roland Thöni gewonnen. Zwei Jahre später gewann er in St. Moritz WM-Bronze in der gleichen Disziplin.

"Er war ein großer Champion und eine bewundernswerter Mensch", sagte der spanische Sportminister Jaime Lissavetzky dem Sender Radio Marca; "Wir alle erinnern uns an seinen Erfolg, als wäre es gestern gewesen. Keiner hat so etwas noch einmal geschafft."

Bei den Winterspielen 2002 in Salt Lake City hatte der gebürtige Bayer Johann Mühlegg nach seinem Wechsel auf die iberische Halbinsel zwar drei Goldmedaillen für Spanien gewonnen, musste diese aber wegen nachgewiesenen Blutdopings (Darbepoetin) wieder abgeben.

Noch vor einer Woche war Francisco Fernandez Ochoa eine besondere Ehre zuteil geworden, als die spanischen Prinzessinnen Christina und Elena in seiner Heimatstadt Cercedilla eine Statue des berühmtesten spanischen Skifahrers enthüllten.

Der Sport stand in der Familie Fernandez Ochoa im Mittelpunkt, alle acht Geschwister beherrschten die Skier exzellent. Besonders Franciscos Schwester Blanca, die 20 Jahre nach ihrem älteren Bruder als einzige Spanierin bei Winterspielen eine Medaille gewann. Sie wurde 1992 in Albertville Dritte im Slalom. Acht Jahre zuvor waren gleich fünf Ochoas bei den Winterspielen in Sarajevo am Start.

© SID

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