Wintersport National
Hallen-Wintersport soll salonfähig werden

In Zukunft sollen Wintersport-Wettbewerbe immer häufiger als "Indoor-Events" stattfinden. "Aufgabe der FIS-Koordinatoren ist es, neue Plätze für die Zukunft zu suchen", sagte FIS-Europacup-Chef Janez Flere.

In einem völlig ungewohnten Ambiente mussten sich die Skirennläuferinnen beim Europacup-Slalom im Bottroper alpincenter zurecht finden. Doch wenn es nach dem Weltverband FIS geht, soll die diesmal von Monika Bergmann-Schmuderer (Lam) dominierte Veranstaltung ein Dauerbrenner werden.

Extravagante Austragungsorte für Wintersport liegen im Trend. Skilanglauf-Weltcup am Düsseldorfer Rheinufer, Biathlon in der Schalker Veltins-Arena, jetzt das Indoor-Skirennen in Bottrop. "Aufgabe der FIS-Koordinatoren ist es, neue Plätze für die Zukunft zu suchen", sagte der argentinische FIS-Europacup-Chef Janez Flere am Montag. Es sei das Ziel der FIS, den Skisport auch Menschen in gebirgsfernen Regionen nahezubringen.

Von den Rennläuferinnen erhält Flere Unterstützung. "Der Kurs ist nicht so selektiv, das Gelände nicht so anspruchsvoll, aber es ist ein Versuch wert", sagte Team-Weltmeisterin Bergmann-Schmuderer, die ihre Teamkollegin Annemarie Gerg (Lenggries) in einem Feld von Weltklasseformat auf Rang zwei verwies. Normalerweise absolviert die 27-Jährige nur ihr Training "indoor".

Fler denkt an "Indoor-Weltcups"

Bergmann-Schmuderer gewann dem ersten offiziellen Europacup-Rennen der Damen in einer Skihalle durchaus Positives ab. "Für die Leute hier im Ruhrpott ist es sicher schön, die Läuferinnen mal live zu sehen", meinte sie. Mehrere hundert Fans feuerten die Aktiven bei minus fünf Grad Celsius an. Die Herren feierten bereits im Vorjahr mit einem Rennen im niederländischen Landgraaf ihre Hallenpremiere im Europacup. Flere schloss nicht aus, dass es bald sogar Indoor-Weltcups geben wird.

Walter Vogel, Technischer Leiter alpin im Deutschen Skiverband (DSV), lobte die konstant guten Bedingungen in Bottrop. Er sprach sich sogar dafür aus, im kommenden Jahr gleich zwei Hallenrennen durchzuführen, eines in Bottrop und eines in Neuss. Doch es gab auch Kritik. So dauerte der acht Stunden währende Wettkampf nicht nur Annemarie Gerg zu lange. Am Ende überwog aber bei der 30-Jährigen das Positive: "Das war ein gutes Testrennen."

© SID

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