Wintersport Olympia: Hoeneß lehnt Müchen-2018-Engagement ab

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Hoeneß lehnt Müchen-2018-Engagement ab

Uli Hoeneß steht der Olympia-Bewerbung München 2018 nicht zur Verfügung. Der Präsident des FC Bayern München lehnte ein Engagement als Nachfolger von Willy Bogner ab.

Sie haben ihn bekniet, fast angefleht - doch Uli Hoeneß ist hart geblieben. Der Präsident des Fußball-Rekordmeisters Bayern München lehnt ein öffentliches persönliches Engagement für "München 2018" ab. "Ich muss aufpassen, dass ich mich nicht verzettele. Ich bin schon ein paar Mal gefragt worden, aber da gibt es genug andere", sagte Hoeneßüber die Avancen der Münchner Bewerber um die Olympischen Winterspiele in acht Jahren.

Die hätten Hoeneß nach dem Abschied von Willy Bogner gerne als neuen Frontmann gehabt - und müssen nun erneut einen herben Dämpfer hinnehmen. Die Münchner Initiative, die mit zahlreichen Problemen zu kämpfen hat, soll jetzt Eis-Diva Katarina Witt retten - für Hoeneß eine Fehlbesetzung. Er traut Witt nicht zu, die stockenden Grundstücksverhandlungen in Garmisch-Partenkirchen zu einem guten Ende zu bringen und kritisierte sie für ihren Umgang mit Bogner.

"Ich habe mich sehr über Kati Witt geärgert, die mit sehr unqualifizierten Äußerungen dazu beigetragen hat, dass seine Arbeit in einem so kritischen Licht gesehen wurde. So etwas tut man nicht. Das ist etwas, was sich nicht gehört", sagte Hoeneß der Münchner Abendzeitung. Auch Bogner selbst beschwerte sich, dem Focus sagte er: "Ich habe meine Aufgaben anständig erledigt." Witt hatte zuvor einen gegenteiligen Eindruck erweckt, als sie ihm im Umgang mit den Bauern, die ihre Grundstücke nicht hergeben wollen, Kommunikationsdefizite vorwarf.

Hoeneß: "Leute aus dem Wintersport gefragt"

Hier hätte sich die Bewerbungsgesellschaft Hoeneß als Moderator gewünscht, doch: "Ich bin Präsident der Dominik-Brunner-Stiftung und des FC Bayern, nicht nur für Fußball. Wir haben auch Basketball, wo ich mich stark eingebracht habe, und wenn das klappt, wird das noch mehr Arbeit bedeuten, mit Sponsorensuche, Marketing. Generell bin ich sehr interessiert, dass die Spiele nach München kommen, aber ich werde mich da nicht einbringen."

Hoeneß glaubt, "dass eher Leute gefragt sind, die aus dem Wintersport kommen. Leute wie (die ehemaligen Ski-Rennläufer, d.Red.) Christian Neureuther und Markus Wasmeier, die sind dafür besser prädestiniert." Witt aber nicht.

Für Hoeneß sind Klärung der Probleme in Garmisch zentral

Die forderte er auf, sich verstärkt um die Probleme in Garmisch zu kümmern. "Wenn in einem wichtigen Ort wie Garmisch keine deutliche Mehrheit für Olympia da ist, dann geht es nicht. Dort eine positive Stimmung zu bekommen, das ist jetzt erstmal das Wichtigste. Und dann wird es schwer genug", sagte er. Denn die Gegner seien "eigentlich nicht die Bauern in Garmisch, sondern Südkoreaner und Franzosen" mit den Konkurrenten Pyeongchang und Annecy. Witt sieht jedoch in dieser Frage nicht sich selbst, sondern die Politik am Zug.

Bogner kam ihr aus dem Ruhestand derweil noch ein letztes Mal zu Hilfe und setzte die widerspenstigen Grundstücksbesitzer noch einmal unter Druck. "Wir haben oft versucht, mit den betroffenen Bauern zu sprechen, die aber haben sich jeglicher Kommunikation verschlossen", sagte er. Es sei den Bauern dabei nicht um Olympia-Skepsis, sondern vielmehr darum gegangen, die Preise hochzutreiben.

© SID

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