Wintersport Paralympics
Ciampi eröffnet Winterparalympics in Turin

Am Freitagabend hat der italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi die IX. Winterparalympics in Turin feierlich eröffnet. Der Zeremonie im Stadio Olimpico wohnten 25 000 Zuschauer bei.

Zwei Wochen nach Ende der Olympischen Winterspiele haben am Freitagabend die IX. Winterparalympics begonnen. Italiens Staatspräsident eröffnete die Wettbewerbe der behinderten Sportler im Turiner Stadio Olimpico vor 25 000 Zuschauern, Millionen Menschen saßen weltweit an den Fernsehschirmen. Zu den Stargästen der Zeremonie unter dem Motto "Über alle Grenzen hinweg" zählten der beinamputierte frühere Formel-1-Fahrer Alex Zanardi und Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner sowie der italienische Sänger Ligabue.

Die deutsche Mannschaft, die nach Platz eins im Medaillenspiegel in Salt Lake City vor vier Jahren wieder auf ein Topergebnis hofft, wurde unter den Augen von Bundespräsident Horst Köhler vom viermaligen alpinen Goldgewinner Martin Braxenthaler als Fahnenträger ins Stadion geführt.

Atemberaubende Show der Künstler

Rund 300 Behinderte und Nichtbehinderte Künstler boten eine eineinhalbstündige Show, die nicht nicht nur den Athleten gewidmet war, sondern auch all jenen Menschen, die niemals aufgeben und jeden Tag gegen Widerstände ankämpfen. "Dies ist eine einmalige Nacht, denn wir kehren nach Italien zurück, das Land, das 1960 mit Rom Gastgeber der ersten Paralympics war. Liebe Athleten, eure großartigen Leistungen werden in den nächsten neun Tagen, allen die Zeuge sein dürfen, eine große Inspiration sein und viel Freude bereiten. Aber vor allem werden sie das wichtigste dieser Spiele entfachen, den Paralympischen Geist", sagte Phil Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) in seiner Willkommensrede.

Deutschland mit 35 Athleten am Start

Ein Höhepunkt war der Einmarsch der Athleten. Insgesamt 486 Sportler aus 39 Nationen werden 30 Jahre nach den ersten Winterparalympics im schwedischen Örnsköldsvik um die Medaillen kämpfen. Das 35-köpfige Aufgebot des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), am Freitagabend im grün-orangenen Dress eines der auffälligsten Teams, will nach Platz eins im Medaillenspiegel in Salt Lake City vor vier Jahren auch in Turin einen Topplatz erobern. Nur beim neu ins Programm aufgenommenen Rollstuhl-Curling sind deutsche Athleten nicht vertreten.

© SID

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