Wintersport Weltcup
Raich gewinnt Super-Kombination in Val d'Isere

Der Österreicher Benjamin Raich hat in Val d'Isere die Superkombination gewonnen und nach seinem Erfolg beim Riesen-Slalom in Beaver Creek seine gute Form vor der Ski-WM bestätigt.

Benjamin Raich hat bei der Generalprobe für die alpine Ski-WM in Val d"Isere die Super-Kombination gewonnen. Der Österreicher lag bei seinem 32. Weltcup-Sieg im Gastgeberort der kommenden Welttitelkämpfe (3. bis 15. Februar 2009) nach dem Super-G und einem Slalom-Lauf in einer Gesamtzeit von 2:02,48 Minuten 0,34 Sekunden vor Lokalmatador Jean-Baptiste Grange. Auf Platz drei fuhr Raichs Landsmann Marcel Hirscher (0,69 Sekunden zurück). Für Raich war es der zweite Erfolg in Serie nach seinem Triumph beim Riesenslalom von Beaver Creek am vergangenen Sonntag.

Felix Neureuther fuhr nach einem verpatzten Super-G auch einen schwachen Slalom und kam 8,49 Sekunden hinter Sieger Raich auf den enttäuschenden 24. Platz. Der Partenkirchener war allerdings der erste Deutsche seit fast 15 Jahren, der Weltcup-Punkte in einer Kombination holte. Zuletzt war das Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier am 30. Januar 1994 in Chamonix gelungen.

Neureuther weit zurück

Mit dem Sieg hatte Neureuther nach einem halsbrecherischen Super-G und einem Slalom-Lauf nie etwas zu tun. Sein Rückstand auf lag Sekunden im Bereich einer Ewigkeit - 5,43 Sekunden waren es schon nach dem Super-G am Mittag gewesen. "Das waren sicher mit die schwierigsten Rennen, die ich je in meinem Leben gefahren bin", bekannte Neureuther nach dem doch eher missglückten Test für die WM-Rennen in Val d'Isere. "Der Hang ist wirklich unglaublich, er hat mir alles abverlangt", ergänzte er nach seinem erst zweiten alpinen Zweikampf, den er sogar hinter den Exoten Georgi Georgiew (Bulgarien) und Roger Vidosa (Andorra) beenden musste.

Auf der enorm anspruchsvollen Strecke am Face de Bellevarde, bei den Olympischen Spielen 1992 Schauplatz der Speed-Rennen sowie der Kombination der Männer, hatte Neureuther schon beim Super-G Blut und Wasser geschwitzt. "Ich wollte hier voll fahren", berichtete der 24-Jährige, nach rund 20 Sekunden Fahrzeit riss ihn dann jedoch ein Loch auf der Piste aus allen Träumen: "Ab da wusste ich: Es geht nur noch ums Überleben. Und so war es dann auch."

Erfahrungnen in den Speed-Disziplinen sammeln

Neureuther möchte sich eher früher als später regelmäßig auch in den schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G versuchen, auf den Hochgeschwindigkeitspisten aber hat er noch kaum Erfahrung. Starts in der Abfahrt? Bisher Fehlanzeige! Und nur auf sechs Super-G-Rennen hat er es im Weltcup bislang gebracht - Rang 26 in Garmisch im Februar 2005 war dabei sein bestes Ergebnis.

© SID

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