Wintersport WM
FIS verstärkt in Liberec die Dopingjagd

Nach dem Skandal um die russischen Biathleten wird der Internationale Skiverband FIS bei der nordischen WM in Liberec auch nach Epo der neuesten Generation suchen.

Der Internationale Skiverband FIS wird bei seinen Dopingkontrollen vor und während der Nordischen Ski-WM auch nach Epo der neuen Generation suchen. Die neuartige Substanz soll bei den russischen Top-Biathleten Jekaterina Jurjewa, Albina Achatowa und Dimitri Jaroschenko nachgewiesen worden sein, die für den größten Dopingskandal der Biathlon-Geschichte gesorgt hatten.

"Wir testen nach den neuesten Methoden auf alle bekannten Substanzen, zum Beispiel auch nach Wachstumshormonen. Bei Verdachtsfällen wird extra nachgeforscht", sagte Lewis dem sid.

Mit Blick auf die großen Langlauf-Dopingskandale bei der WM 2001 und Olympia 2002 erklärte die Britin, dass der Verband vor Höhepunkten wie Liberec besonders wachsam sei: "Wenn man sieht, was im Biathlon passiert, macht man sich natürlich Sorgen. Die Einstellung, die manche Athleten oder Mannschaften haben, ist tödlich für den Sport." Nach der letzten WM vor zwei Jahren in Sapporo war der russische Langläufer Sergej Schirjajew wegen Epo-Dopings für zwei Jahre gesperrt worden.

Seit Montag laufen bei der WM in Tschechien die Blutkontrollen im Rahmen eines der umfangreichsten Anti-Doping-Programme der Geschichte. Vor Beginn der WM werden Blutproben von allen Langläufern und Kombinierern genommen. Die 450 Kontrollen werden von der eigens vom Verband beauftragten Agentur PWC durchgeführt.

Nach den Wettkämpfen nimmt die tschechische Anti-Doping-Agentur die Tests vor. Nach den Regeln der FIS werden nach jeder Entscheidung die Top vier sowie zwei zusätzlich ausgewählte Athleten getestet.

Zusätzlich wurden in den vergangenen beiden Wochen in Zusammenarbeit mit der Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) 78 Urin-Proben auf Epo getestet sowie 430 Blutproben genommen und analysiert. Verdachtsfälle sind bislang nicht bekannt.

© SID

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