Wintersport WM: Sechs Athleten bei WM mit Schutzsperren belegt

Wintersport WM
Sechs Athleten bei WM mit Schutzsperren belegt

Die FIS hat bei der Nordischen Ski-WM in Sapporo sechs Athleten wegen eines zu hohen Hämoglobin-Wertes mit Schutzsperren belegt. Auffällig waren unter anderem der Weißrusse Dolidowitsch und der Schweizer Burgermeister.

Bei der Nordischen Ski-WM in Sapporo sind insgesamt sechs Athleten mit einem zu hohen Hämoglobin-Wert aufgefallen und nach den Statuten des Ski-Weltverbandes FIS mit einer fünftägigen Schutzsperre belegt worden. Unter den betroffenen Läufern, deren Blut mehr als 17,0 Gramm Hämoglobin pro Milliliter aufwies, waren auch der bereits mehrfach aufgefallene Weißrusse Sergej Dolidowitsch und der Schweizer Reto Burgermeister. Mitglieder des Deutschen Ski-Verbandes (DSV) waren nicht betroffen.

Neben Dolidowitsch, der schon bei den Olympischen Spielen in Turin zweimal wegen überhöhter Blutwerte eine Fünftages-Sperre "zum Schutze des Athleten" absitzen musste, und dem im Weltcup bereits auf das Siegerpodest gelaufenen Burgermeister sind der kroatische Langläufer Alen Abramovic sowie die Nordisch-Kombinierten Konstantin Woronin, Dmitri Matwejew (beide Russland) sowie Jochen Strobl (Italien) betroffen. Überhöhte Blutwerte können, aber müssen kein Indiz für Blutdoping sein. In Sapporo wurden bisher 326 Athleten getestet.

Burgermeister nicht überrascht

Burgermeister zeigte sich vom verfehlten Blutwert nicht überrascht. Der mehrfache Schweizer Meister hatte sich wegen angeblich genetisch bedingt zu hohem Hämoglobinwert bereits mehrfach vergeblich um eine Ausnahme-Genehmigung bei der FIS bemüht. Die deutschen Langläufer Franz Göring (Zella-Mehlis) und Jens Filbrich (Frankenhain/ab 1 000 Meter Höhe) besitzen eine solche Bescheinigung. Der bei den Olympischen Spielen in Turin ebenfalls aufgefallenen Evi Sachenbacher-Stehle ist sie ebenso wie Burgermeister verweigert worden. In Italien waren insgesamt zwölf Langläufer mit Schutzsperren belegt worden.

"Das Ergebnis überrascht mich nicht. Ich rechnete damit, dass ich eines Tages wieder hinein rasseln werde. Es ist nur schade, dass ausgerechnet eine WM so beginnen muss", meinte Burgermeister. Der mehrfache Schweizer Meister war bereits im Januar in Val di Fiemme einmal gesperrt worden. Bei allen offiziellen und teaminternen Kontrollen der letzten zwölf Monate (zuletzt vor knapp einer Woche in Davos) war der Hämoglobingehalt unter dem Grenzwert gewesen.

© SID

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