WM-Auftaktspiel
DEB-Team will an der Sensation schuppern

Vor dem WM-Auftakt-Spiel gegen Kanada ist die Stimmung in der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft nach eigenen Angaben "überragend". Die Devise gegen die Favoriten aus Nordamerika lautet: nicht verlieren. Und ein wenig hoffen.

HB MYTISCHTSCHI/RUSSLAND. Auf den Tribünen schnüffeln Schäferhunde der Miliz, auf dem Eis würde die deutsche Eishockey- Nationalmannschaft bei ihrer Rückkehr in die A-Gruppe allzu gern an einer Überraschung schnuppern. Doch bei ihrem WM-Auftakt gegen Rekordweltmeister Kanada ist die Auswahl des Deutschen Eishockey- Bundes (DEB) am Samstag (14.15 Uhr/ARD) nur Außenseiter in Moskaus Vorstadt Mytischtschi.

"Es ist möglich, so ein Spiel zu gewinnen; über die Wahrscheinlichkeit braucht man nicht zu reden", sagte Bundestrainer Uwe Krupp am Freitag. "Ein Erfolg wäre, wenn wir nicht verlieren", fügte Verteidiger Martin Ancicka von Meister Adler Mannheim hinzu. Dafür wäre ein Sieg nötig, weil es bei der WM kein Unentschieden mehr gibt, sondern Verlängerung und Penaltyschießen. Dass die Kanadier sich erst finden müssen, sei unerheblich, unterstrich Ancicka: "Darauf darfst Du gegen so einen Eishockey-Giganten nicht hoffen."

Die bei der WM ringsum groß geschriebene Sicherheit ist - zumindest auf dem Eis - auch für Krupps Mannschaft oberstes Gebot. Bei großen Turnieren gab es gegen Kanada nach 1996 nichts zu holen. Bei Olympia in Turin hieß es vor einem Jahr 1:5, bei der WM 2004 in Prag setzte es ein 1:6. Ex-Verteidiger Krupp hat seiner Auswahl eingebläut, kanadische Konter bei eigener Unterzahl zu verhindern. Im Tor sorgte Krupp für eine kleine Überraschung und berief den Iserlohner Dimitrij Kotschnew. "Das ist definitiv eine Ehre. Gegen Kanada zu spielen, ist für jeden etwas Großes", sagte Kotschnew und betonte: "Die ersten 20 Minuten sind extrem wichtig. Wenn wir möglichst lange ohne Gegentor bleiben, werden die vielleicht nervös."

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