WM-Fazit: RTL will am (Hand)Ball bleiben

WM-Fazit
RTL will am (Hand)Ball bleiben

Bereits kurz vor dem Ender der Handball-WM in Kroatien hat der Kölner Sender ein positives Fazit seines Engagements gezogen und angekündigt, bei der Vergabe der TV-Rechte für 2011 wieder mitzubieten. Zwar war das Gesamtpaket wegen der derzeitigen Zurückhaltung der Werbekunden nicht zu refinanzieren. Doch ein anderes wichtiges Ziel hat RTL erreicht.

ZADAR. Das Team feierte bereits am Montagabend. In einer kleinen Pizzeria in Zadar freuten sich die rund 50 Mitarbeiter des Kölner Privatsenders RTL über die guten Quoten, die ihnen die Live-Übertragungen von der Handball-Weltmeisterschaft gebracht hatten. Als Sportchef Manfred Loppe dann die WM aus seiner Sicht bilanzierte, hatten in der Spitze über zehn Millionen deutsche Zuschauer bei den Spielen eingeschaltet. Entsprechend gut gelaunt präsentierte sich Loppe. "Die Mannschaft hat zwar verloren, aber der Handball hat gewonnen. Wir sehen uns bestärkt darin, was wir machen wollten", sagte er.

Das RTL-Engagement war ein finanzielles Wagnis - schließlich sollen die Kölner rund sechs Millionen Euro für die Übertragungsrechte an den Vermarkter Sportfive bezahlt haben. Noch nie hatte ein TV-Sender in eine Handball-Weltmeisterschaft so viel Geld investiert. Als die Wettkämpfe im Jahr 2007 in Deutschland stattfanden, hatte die Rechte-Agentur Sport-A von ARD und ZDF nur eine Million Euro überwiesen. Ein Spottpreis - angesichts der Quote beim WM-Finale, bei dem zeitweise 21 Millionen Zuschauer dabei waren und die Übertragung einen Marktanteil von 60 Prozent verbuchte.

Ein Vergleich mit dem Turnier des Jahres 2007 verbiete sich allerdings, sagte Loppe. Eine Situation wie damals, als Deutschland das "Sommermärchen" der Fußball-WM 2006 im Handball weiterfeierte, werde es nie wieder geben.

Inklusive der Kosten durch Personal und Werbung dürfte das Turnier den Sender rund zehn Millionen Euro gekostet haben. Dieses Gesamtpaket sei wegen der derzeitigen Zurückhaltung der Werbekunden kaum zu refinanzieren gewesen, sagte Loppe - auch wenn RTL mit den Buchungen im Januar "über Durchschnitt" gelegen habe. Das Fazit sei aber positiv; vor allem, weil der Sender den Marktanteil bei den jungen Zuschauern von 21 auf 26 Prozent steigern konnte. "Wir hatten angestrebt, das Publikum zu verjüngen, das haben wir erreicht", sagte Loppe.

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