WM ohne NHL-Star
Krupp muss bei WM auf Sturm verzichten

NHL-Profi Marco Sturm hat seine Teilnahme bei der WM in Russland (27. April bis 13. Mai) abgesagt. "Er sagt, er braucht eine Pause", erklärte Bundestrainer Uwe Krupp gegenüber dem sid.

Bei der Eishockey-WM in Russland (27. April bis 13. Mai) muss die deutsche Nationalmannschaft ohne NHL-Profi Marco Sturm um den Klassenerhalt kämpfen. "Er wird nicht kommen", gab Bundestrainer Uwe Krupp am Mittwoch bekannt. "Er sagt, er braucht eine Pause. Und wenn er das sagt, dann glaube ich ihm das", erklärte der Coach die Absage des 28-Jährigen gegenüber dem sid.

Im vergangenen Jahr war der NHL-Angreifer noch zur B-WM in Amiens angereist und hatte mitgeholfen, den sofortigen Wiederaufstieg zu schaffen. "Er hat in den vergangenen Jahren viel für die deutsche Nationalmannschaft geleistet", sagte Krupp: "Jetzt schulden wir ihm, dass wir uns auch ohne ihn wieder in der A-Gruppe etablieren."

Vom frisch gebackenen deutschen Meister Adler Mannheim berief der Bundestrainer die Verteidiger Felix Petermann und Martin Ancicka sowie Stürmer Christoph Ullmann in sein vorläufiges WM-Aufgebot. Das Trio wird im vorletzten Vorbereitungsspiel am Donnerstag (19.45 Uhr) in Herisau gegen die Schweiz aber noch nicht mitwirken. Die Mannheimer reisen am Freitag in die Schweiz, um bei der WM-Generalprobe am Samstag (15.30 Uhr) in Rapperswil auf dem Eis zu stehen.

Eine Pause bis zur Abreise nach Russland am 24. April gönnt Krupp Petr Fical vom Vizemeister Nürnberg Ice Tigers. Der 29 Jahre alte Stürmer laboriert an einer Knöchelverletzung. "Sein WM-Einsatz ist aber nicht gefährdet", sagte Krupp.

Mannheimer Lewandowski und Müller nicht nominiert

Keine Berücksichtigung fanden vorerst der Mannheimer Angreifer Eduard Lewandowski und Adler-Torhüter Robert Müller, der nach einer Kopfoperation wegen eines bösartigen Tumors nur noch sporadisch zum Einsatz gekommen war. "Für ihn hat absolute Priorität, gesund zu werden", erklärte der Bundestrainer: "Er steht auf Abruf bereit."

Weiter offen ist, ob NHL-Verteidiger Dennis Seidenberg zur WM kommt. Der Abwehrspieler der Carolina Hurricanes ist wegen einer Leistenverletzung bei einem Spezialisten in Philadelphia in Behandlung. In der kommenden Woche rechnet Krupp mit einer Entscheidung. Vor Sturm hatten bereits NHL-Torwart Olaf Kölzig (Washington Capitals) sowie die verletzten Verteidiger Sascha Goc (Hannover Scorpions), Andreas Renz (Kölner Haie), Stefan Schauer (Nürnberg Ice Tigers) und Rainer Köttstorfer (Krefeld Pinguine) ihre WM-Teilnahme abgesagt.

© SID

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