sonstige Sportarten
World Games in Duisburg sind rekordverdächtig

Vor der Abschlussfeier der World Games in Duisburg freuten sich Organisatoren und Verbände über eine geglückte Veranstaltung. Mehr als 500 000 Zuschauer besuchten den Event und sahen sehr erfolgreiche deutsche Athleten.

Die 7. World Games in Duisburg und den Partnerstädten Bottrop, Mülheim an der Ruhr und Oberhausen kannten nur Gewinner. Die Organisatoren freuten sich wegen des Rekordbesuchs von mehr als 500 000 Menschen an elf Tagen der Spiele und die deutschen nicht-olympischen Verbände hatten wegen einer Rekordzahl von 57 Medaillen, die Athleten des Gastgeberlandes bei den 1 798 Entscheidungen in 40 Sportarten gewannen, gut Lachen. Damit begeisterten sie zahlreiche neue Fans. "Die Tage hier haben gezeigt, dass es neben Fußball und Motorsport noch etwas anderes gibt, was Zuschauer und Sporttreibende anspricht", meinte Gunter Fahrion, deutscher Chef der Mission.

"Die Besucher haben die Spiele zu ihrer Sache gemacht", lobte Ron Froehlich, Präsident der International World Games Association (Iwga), das Publikum. "Alle Mühen und Anstrengungen haben sich gelohnt, weil es ein Fest war, das hoffentlich lange in Erinnerung bleibt. Mit 3 294 Athleten aus 88 Ländern sind es echte World Games gewesen", sagte Peter Langner, Geschäftsführer der World Games Gmbh, wollte sich aber zugleich noch nicht zur finanziellen Bilanz der Spiele äußern: "Gehen Sie davon aus, dass der finanzielle Aufwand im positiven Verhältnis zum Ertrag stehen wird." Im Vorfeld war mit einem Etat von rund 15 Mill. Euro gerechnet worden.

Nur Russland erfolgreicher als deutsches Team

Im Medaillenspiegel der offiziellen Sportarten kam Deutschland mit 19 Siegen, 18 zweiten sowie 20 dritten Plätzen hinter Russland (27/19/11) aber klar vor Italien (13/9/13) auf Platz zwei. Bei der Gesamtzahl der Medaillen lag Deutschland sogar gleichauf mit Russland (beide 57). 2001 in Akita/Japan war das deutsche Team mit 10/10/15 Medaillen Vierte geworden.

Der bisherige Besucherrekord der Spiele stand bei 300 000 und war vor vier Jahren aufgestellt worden. Diese Zahl wurde in Duisburg schon allein beim Kulturprogramm auf der World Games Plaza übertroffen, das rund 330 000 Menschen verfolgten. An die Sportstätten zog es 155 000 Menschen. "Ich habe die Faszination World Games verstanden, als wir 800 Karten fürs Tauziehen nachdrucken mussten", berichtete Langner.

Duisburg reicht die Fahne an Kaohsiung weiter

Acht Dopingfällen bei den Spielen 2001 standen in Duisburg bis zum Schlusstag zwei positive A-Proben gegenüber. Allerdings wurden bislang weder Namen der Athleten noch ihre Sportart wegen der ausstehenden B-Proben genannt. Insgesamt gab es 250 Dopingkontrollen, was einer Kontrolldichte von sieben Prozent entsprach.

Bevor die Spiele am Sonntagabend kurz vor 22 Uhr mit der Übergabe der Fahne an den nächsten Ausrichter Kaohsiung in Taiwan enden, langten die deutschen Athleten bei der Medaillenvergabe nochmal kräftig hin. Siege holten am Abschluss-Wochenende die beiden Karate-Kämpfer Cakir Köksal (Ludwigsburg/bis 75kg) und Nadine Ziemer (Friedrichshafen/über 60kg), das Männer-Team in der Lebensrettung sowie Casterin Jana Maisel (Gera). Die 30-malige Europameisterin im Trockenangeln gewann in den Disziplin Fliege Ziel und Gewicht Präzision jeweils Gold. In der Einladungssportart Hallenhockey waren die deutschen Teams bei Männern und Frauen die besten.

© SID

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