WTA-Turnier: Hingis warnt Konkurrenz nach Comeback

WTA-Turnier
Hingis warnt Konkurrenz nach Comeback

Martina Hingis - fast schon vergessen, nun schlägt sie wieder auf. Und das ziemlich erfolgreich. Beim WTA-Turnier in Perth wies sie ihre Gegnerin Maria Vento-Kabchi mit 6:2, 6:1 vom Platz. Einmaliger Erfolg oder das Comeback an die Weltspitze?

HB PERTH. Als wäre nichts gewesen: Martina Hingis hat bei ihrem Comeback auf dem Tennis-Platz regiert wie zu besten Zeiten. Die ehemalige Weltranglisten-Erste siegte am Montag beim WTA-Turnier in Gold Coast 6:2, 6:1 über Maria Vento-Kabchi aus Venezuela und ließ alle Skeptiker erst einmal verstummen. Die Konkurrentinnen warnte die 25 Jahre alte Schweizerin dagegen: „Wartet meine nächsten Matches ab. Ich kann noch besser spielen."

Im australischen Urlaubsparadies bei Brisbane ist die an Nummer sieben gesetzte Tschechin Klara Koukalova nächste Kontrahentin. Doch sollte Hingis so auftrumpfen wie gegen die letztjährige US-Open- Achtelfinalistin Vento-Kabchi, steht einem weiteren Erfolg nichts im Weg.

Beim ersten Auftritt seit ihrer Niederlage gegen die Heidelbergerin Marlene Weingärtner vor elf Monaten in Thailand legte Hingis ihre Anfangsnervosität schnell ab und agierte viel druckvoller als Ende 2002. Damals hatte sie wegen anhaltender Fußverletzungen eine Pause für unbestimmte Zeit genommen. Nach dem missglückten Match in Pattaya im vorigen Februar hatte sich Hingis wieder zurückgezogen. „Unter den Umständen und nach der dreijährigen Pause würde ich mir eine Zwei geben, manchmal war es noch besser“, urteilte sie diesmal über ihre Leistung. „Ich wüsste nicht, was ich noch besser hätte machen können. Das Ergebnis sagt alles.“

Die Gewinnerin von fünf Grand-Slam-Titeln will das folgende Turnier in Sydney dank einer Wildcard als Generalprobe für die am 16. Januar beginnenden Australian Open nutzen, die sie drei Mal gewann. 2002 hatte sie dort ihr bisher letztes großes Finale bestritten und nach mehreren Matchbällen gegen Jennifer Capriati noch verloren.

Für den ersten deutschen Sieg im Jahr 2006 sorgte Philipp Kohlschreiber. Beim ATP-Turnier in Adelaide gewann der letztjährige Achtelfinalist der Australian Open 6:4, 6:3 gegen den Australier Chris Guccione. Nächster Gegner ist voraussichtlich der topgesetzte Lokalmatador Lleyton Hewitt.

Beim Hopman-Cup in Perth erlebte Vorjahresfinalist Argentinien mit dem 1:2 gegen die Niederlande eine böse Auftaktüberraschung. Nach dem 6:4, 6:2 von Michaella Krajicek über Gisela Dulko stellte Peter Wessels den Erfolg sogar vorzeitig sicher. Wessels gewann 6:2, 7:6 (7:5) über den ehemaligen French-Open-Sieger Gaston Gaudio.

Argentinien ist am Mittwoch nächster deutscher Gegner, am Donnerstag treffen Nicolas Kiefer und Anna-Lena Grönefeld im letzten Gruppenspiel auf die Niederlande. Das deutsche Team war am Silvestertag mit einem 2:1 über Australien gestartet.

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