Zabel nicht bei Tour de France
Ullrich fährt nicht mehr in Gelb

Jan Ullrich ist am Donnerstag bei der Tour de Suisse aus dem Tritt gekommen. Der Vorjahressieger verlor bei der bisher schwersten Etappe das Gelbe Trikot an Zeitfahr-Weltmeister Michael Rogers aus Australien.

HB AROSA. Nach 159 Kilometern von Bürglen nach Arosa wurde Rogers Dritter der schweren Alpen-Etappe, Ullrich erreichte dagegen erst mit der zweiten größeren Verfolgergruppe das Ziel der 6. Etappe und liegt als Gesamt-Zweiter nun 20 Sekunden hinter dem ehemaligen Sieger der Deutschland-Tour. Den Tagessieg sicherte sich im Alleingang der WM-Achte Chris Horner aus den USA.

Ullrich hatte zuvor angekündigt, nicht um jeden Preis um die Gesamtführung kämpfen zu wollen. "Wir müssen uns nicht schon jetzt hohl fahren", sagte der Wahl-Schweizer mit Blick auf die Tour de France, die am 2. Juli beginnt. Der WM-Achte Horner rettete mehr als eine Minute Vorsprung auf den Italiener Vincenzo Nibali ins Ziel, kurz dahinter führte Rogers die ersten Verfolger an. Auf der schweren Schluss-Rampe des 27 Kilometer langen Anstieges nach Arosa war Ullrich auf sich allein gestellt und konnte Rogers nicht mehr halten. An seiner Seite blieben aber sein bisher stärkster Konkurrent Bradley McGee, der nun Dritter ist, und Patrik Sinkewitz aus Fulda, der für das belgische Quick-Step-Team erstmals die Tour de France bestreiten wird.

Auf dem Weg Richtung Davos mussten die Fahrer bereits den mehr als 30 Kilometer langen Anstieg zum 2049 Meter hoch gelegenen Oberalp- Pass bewältigen. Sechs Profis setzten sich ab, wurden aber später wieder eingefangen. Nicht mehr dabei war zu diesem Zeitpunkt Ullrichs Freund und Helfer Tobias Steinhauser, der wegen einer Bronchitis ausstieg, aber zum vorläufigen Kader der Tour de France gehört.

Nicht dabei ist hingegen Erik Zabel. Damit hat das T-Mobile-Team seine Personalplanungen für die Tour komplett auf den Gesamtsieg abgestellt. Der bald 35 Jahre alte, sechsmalige Gewinner des Grünen Trikots zeigte sich zwar enttäuscht, aber nicht überrascht über seine Ausbootung. "Bislang hat es in jedem Jahr jemand getroffen. Diesmal bin ich es", erklärte der gebürtige Berliner. Zabel soll jedoch mit einem neuen Vertrag nach dem Ende seiner Karriere in die Sponsoring- Aktivitäten eingebunden werden.

"Wir haben uns entschieden, alles auf Gelb zu setzen. Wir haben drei Mann dabei, die schon auf dem Podium standen", sagte Team- Manager Olaf Ludwig mit Blick auf Ullrich, den letztjährigen Tour- Zweiten Andreas Klöden und den Kasachen Alexander Winokurow, der 2003 Platz drei belegte. Klöden soll trotz zuletzt schwacher Form die Frankreich-Rundfahrt bestreiten.

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