Zabel nur knapp geschlagen
Casper ersprintet Tour-Auftaktsieg

Der Franzose Jimmy Caper hat die erste Etappe der Tour de France gewonnen. Der Fahrer vom Team Cofidis hatte nach 184,5km in Straßburg die schnellsten Beine und verwies Robbie Mcewen und Erik Zabel auf die Plätze.

Jimmy Casper hat die erste Sprintankunft der 93. Tour de France gewonnen. Der Franzose setzte sich nach 184,5km mit Start und Ziel in Straßburg vor dem Australier Robbie Mcewen und Milram-Kapitän Erik Zabel durch.

Das Gelbe Trikot des Spitzenreiters in der Gesamtwertung übernahm US-Profi George Hincapie von Norwegens Prologsieger Thor Hushovd, der hinter der Ziellinie schwer stürzte. Bei der einzigen Bergwertung des Tages holte sich der Freiburger Fabian Wegmann vom Team Gerolsteiner wie im Vorjahr das gepunktete Trikot des "Berg-Königs".

Lövqvist spricht den Tour-Eid

Wegmann nutzte wie der Kölner Marcel Wüst vor sechs Jahren seine Chance bei der einzigen Bergwertung des ersten Etappentages und erreichte die 290m hohe Cote de Heiligenstein an der Spitze einer siebenköpfigen Ausreißergruppe. Damit wird der Freiburger zumindest für einen Tag wie im Vorjahr als dritter Deutscher nach Jens Voigt (1998) und Marcel Wüst (2000) im gepunkteten Trikot fahren. "Die Gruppe hat gut harmoniert", sagte Wegmann.

Schon drei Kilometer nach dem Start auf dem Place de la Cathedrale in Straßburg, wo der 22-jährige Schwede Thomas Lövqvist von Francaise des Jeux als jüngster Tour-Starter den Fahrer-Eid leistete, hatte sich die Fluchtgruppe gebildet. Bei Kilometer 16 konnte Wegmann aufschließen und das "Unternehmen Bergtrikot" starten.

Stimmung bei den Fans gedämpft

Bei brütend heißen Temparturen hatte die Spitzengruppe zeitweise rund fünf Minuten Vorsprung, der aber auf der Rheinbrücke Richtung Offenbach 36km vor dem Ziel wieder auf zwei Minuten geschmolzen war. Die Rückkehr nach Frankreich bei Kehl vor den letzten neun Kilometern erfolgte durch das geschlossene Hauptfeld.

Beim Abstecher nach Deutschland blieb Volksfeststimmung zwei Tage nach dem Ullrich-Eklat anders als in vergangenen Jahren aus. Im Gegensatz zum großen Zuschauerzuspruch auf der französischen Seite des Rheins, begrüssten wesentlich weniger Fans die Tour-Karawane auf deutschem Boden. "In Frankreich wird es so sein wie in den anderen Jahren", sagte Milram-Kapitän Erik Zabel, während Matthias Kessler das Problem in Deutschland erkannte: "Es wird nicht leicht sein, die Fans zurückzugewinnen".

Am Montag wird die zweitlängste Etappe der Tour gefahren. Die 228,5km lange Reise wird in Obernai an der Elsass-Weinstraße 25km südwestlich von Straßburg gestartet und endet in Esch-sur-Alzette zwischen dem Moseltal und den Ausläufern von Eifel und Ardennen.

© SID

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