Zehn Sekunden Vorsprung vor abschließender Staffel
Deutsche Kombinierer halten Gold-Kurs

Das deutsche Quartett der Nordischen Kombinier hat sich auch von der wetterbedingten Zwangspause nicht aus der Ruhe bringen lassen und die Neuauflage des zweiten Sprungdurchgangs im Teamwettbewerb souverän nach unten gebracht. Doch Einzel-Olympiasieger Georg Hettich, Ronny Ackermann, Jens Gaiser und Björn Kircheisen wissen, dass die abschließende Staffel trotz eines Zeitpolsters kein Selbstläufer wird.

HB TURIN. In die 4x5 Kilometer-Staffel am Nachmittag gehen die Deutschen mit zehn Sekunden Vorsprung auf die Österreicher und 23 Sekunden auf die laufschwachen Russen. Favorit Finnland, der vor vier Jahren in Salt Lake City vor Deutschland triumphiert hatte, hat einen Rückstand von 35 Sekunden. "Wir müssen richtig reinhauen. Es ist kein Selbstläufer, nur weil ich jetzt Olympiasieger bin", warnte Hettich (Schonach-Rohrhardsberg). Die Ausgangssituation sei aber noch nie so gut, seit er dabei sei.

Die Athleten hatte wie schon am Vortag, als das Springen wegen wegen zu starker Winde nach dem ersten Durchgang abgebrochen worden war, mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen. Leichter Regen und erneut wechselnde Winde machten den Springern das Leben schwer. Mit 126 Metern schaffte Hettich die größte Weite der Deutschen. Auch Kircheisen (Johanngeorgenstadt) erfüllte mit 125,5 Metern die Erwartungen. Dagegen blieben Doppel-Weltmeister Ackermann (Dermbach) mit 122,5 Meter und Gaiser (Mitteltal-Obertal) mit 121 Metern unter ihren Möglichkeiten.

"Es ist alles eng beieinander. Das spricht für die hohe Qualität der Konkurrenz", meinte Ackermann und prophezeite für den Staffellauf: "Heute entscheidet das Material und die Tagesform." Startläufer in der Staffel wird Kircheisen sein. Bundestrainer Hermann Weinbuch setzte Olympiasieger Hettich an Nummer zwei. Ackermann und Gaiser werden an dritter und vierter Stelle laufen.

Nachdem Norwegen wegen einer Grippewelle schon am Dienstagabend seine Mannschaft abgemeldet hatte, musste auch Gastgeber Italien vor dem zweiten Durchgang im Springen passen. Teammitglied Davide Bresola wurde in der Nacht mit Verdacht auf Blinddarmentzündung in ein Krankenhaus gebracht und konnte nicht mehr antreten.

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