Zelt-Verleiher erhält Großauftrag
De Boer schlägt Zelte für Fußball-WM auf

Zum Camping-Event soll die Fußball-WM 2006 nicht werden. Dennoch freut sich die deutsche Tochter des weltweitgrößten Zelt-Verleihers De Boer über einen Großauftrag: Rund 100 Riesen-Zelte sollen unter der Regie der Zeltbauer aus Recklinghausen für die WM entstehen

HB RECKLINGHAUSEN. Angehörige des europäischen Hochadels lassen in den Bauten des weltweit größten Zelt-Verleihers De Boer ebenso gern die Gläser klirren wie bekannte Bands bei ihren Auftritten.

Für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 bereitet sich die deutsche Tochter des niederländischen Familienunternehmens derzeit auf einen neuen Großauftrag vor: Rund 100 Zelte mit 80 000 Quadratmetern Grundfläche sollen unter der Regie der Zeltbauer aus Recklinghausen innerhalb weniger Tage rund um die wichtigsten Stadien in Berlin, München, Dortmund und Hamburg entstehen. Vor allem "VIP-Gäste" zahlungskräftiger Sponsoren sollen in den meist in Schneeweiß gehaltenen eleganten Kuppelbauten vor und nach den Spielen der Finalrunden und der Eröffnungsveranstaltung bewirtet werden. "Wir bauen schlüsselfertige Häuser mit fließendem Wasser, Strom und Licht", beschreibt De Boer-Sprecher Stefan Bartosch den Service des Unternehmens.

Je nach Wunsch des Auftraggebers kann auch eine komplette Einrichtung bis hin zum Innenleben eines Luxushotels der Fünf-Sterne- Klasse geliefert werden. Sollte der Platz nicht ausreichen, entstehen innerhalb kürzester Zeit auch mehrstöckige Zelt-Bauten für mehrere tausend Besucher. Riesige Zelte mit einer Höhe von 24 Metern und der Größe eines Fußballplatzes gehören dabei zu den Spezialitäten des Unternehmens. Die Preise dafür können sich jedoch leicht im Bereich von einigen Millionen Euro bewegen.

Mit Spezialmaschinen in den Boden gerammte Erdanker mit einer Länge von bis zu zwei Metern sichern die "temporären-Bauten" im Gegensatz zu herkömmlichen Zelt-Heringen auch gegen heftige Winde. "Bei den Stürmen in den USA im vergangenen Jahr sind die Holzhäuser weggeflogen, unser Zelt ist stehen geblieben", sagte Bartosch. Eine eigene Zelt-Waschanlage in Belgien sorgt nach jedem Einsatz für ein wieder makelloses Aussehen. Wie auf einer riesigen Wäscheleine werden die bis zu 50 Meter langen Zeltbahnen dort in einem 25 Meter hohen Trockenturm aufgehängt.

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