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"Zickenkrieg" zwischen Hewitt und Coria

Das Fairplay hatten sowohl Lleyton Hewitt als auch Guillermo Coria im Daviscup-Viertelfinale in Sydney außer Acht gelassen. "Ich könnte Hewitt umbringen", erklärte Coria sogar nach seiner Niederlage.

Auch Feindschaften wollen gepflegt werden - reichlich Mühe haben sich diesbezüglich im Daviscup-Viertelfinale in Sydney der Australier Lleyton Hewitt und der Argentinier Guillermo Coria gegeben. "Ich könnte Hewitt umbringen", erklärte Coria nach dem 6:7, 1:6, 6:1, 2:6. Während des Matches haben sich beide Spieler gegenseitig beleidigt und aus dem Rhythmus gebracht: "Ich bewundere sein Spiel, aber ich hasse seine Art. Er kann der beste Spieler der Welt sein, er kann jedes Turnier gewinnen, aber er darf sich nicht länger ungestraft so benehmen."

Retourkutschen lassen nicht auf sich warten

Coria, der in Spielerkreisen ebenfalls nicht gerade als Sympathieträger gilt, kritisierte Hewitts Art, bei jedem Fehler des Gegners die Faust zu ballen und das Publikum mit wilden Gesten und "Come on"-Rufen zu animinieren. "Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass man Fehler des Gegners stillschweigend zur Kenntnis nimmt", sagte der Argentinier: "Auch Rafael Nadal ist sehr emotional, dabei aber jederzeit absolut fair."

Hewitt zahlte Corias Vorwürfe mit gleicher Münze zurück. "Sein Problem ist, dass er einfach nicht verlieren kann", verriet der Australier: "Coria ist arrogant, überheblich und selbstgefällig, und vor allem ist er der schlechteste Verlierer auf der Tour."

Langer Fußmarsch für Hewitt

Die ganze Woche über, so Hewitt, hätten sich die Argentinier und ihr Teamchef Alberto Mancini in Sydney beschwert: "Über den Platz, das Essen, eben über alles." Zudem habe Mancini nach jedem Aufschlag Hewitts mit dem Schiedsrichter diskutiert. "Wenn das sportlich ist, laufe ich zu Fuß nach China", stellte der Australier in Aussicht.

Die Fehde zwischen Hewitt und den Argentiniern hatte bei den Australian Open im Januar in Melbourne ihren Lauf genommen. Juan Ignacio Chela verlor nach seiner Niederlage in der dritten Runde dermaßen die Nerven, dass er Hewitt am Netz anspuckte. David Nalbandian, gleichfalls kein Kind von Traurigkeit, ließ sich im Viertelfinale von Hewitts ständig geballter Faust so irritieren, dass er das Match in fünf Sätzen verlor.

© SID

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