sonstige Sportarten
Zukunft von Sven Hannawald bleibt weiter offen

Der ehemalige Skispringer Sven Hannawald hat noch keine konkreten Pläne für seine Zukunft. Sein Manager Werner Heinz wird ihn weiter beraten, zudem hilft ihm sein Hund.

Olympiasieger Sven Hannawald will sich Zeit lassen für seine Zukunftsplanung und hat nach seinem Rücktritt Probleme mit dem inneren Abschied vom Skispringen. "Ich mache mir wegen meiner Zukunftsplanung keinen Stress, den hatte ich während meiner Karriere lange genug", meinte Hannawald, der erstmals sein Schweigen brach und seine Entscheidung begründete. Dem 30-Jährigen waren in den vergangenen Tagen unter anderem Jobs als Teammanager in Russland, im Nachwuchsbereich des Deutschen Skiverbandes (DSV) und als TV-Co-Kommentator angeboten worden.

Viele Leute hätten sicher gute Ideen, meinte der viermalige Weltmeister und Olympiasieger. Vor allem will er bei der Planung seiner Karriere nach der Karriere aber seinem bisherigen Manager Werner Heinz vertrauen: "Ja klar, ich bleibe bei ihm. Er hat mir immer die Stange gehalten, auch wenn es mal nicht optimal lief." Heinz hatte erklärt, dass er sich für den Olympiasieger eine Tätigkeit im Trainerbereich vorstellen könne.

"Ich habe große Mühe, Abstand vom aktiven Skispringer Sven Hannawald zu finden. Deshalb werde ich in absehbarer Zeit auch keine Zeitungen lesen", sagte Hannawald. Er könne einfach nicht richtig loslassen, deshalb habe die Entscheidung über seine Zukunft auch so lange gedauert: "Ich drehe mich immer noch auf der Stelle. Aber der innere Trieb, nochmal alle Energien fürs Skispringen einzusetzen, der kam nicht."

"Konnte Tourneesieg nie genießen"

Statt Skispringen spielt nun ein kleiner, pechschwarzer Hund eine wichtige Rolle in seinem Leben. Hannawald: "Mit meinem Hund Achilles kann ich endlich richtig abschalten. Ich muss mich nicht mehr nur mit mir selber beschäftigen, sondern muss mich um ihn kümmern. Es ist für mich ein völlig anderes Leben."

Seine schönsten Siege im Skispringen seien die gewesen, die überraschend gekommen seien: "So wie in der Saison 1997/98, als ich in Bischofshofen erstmals ganz oben auf dem Treppchen stand." Seinen Erfolg für die Ewigkeit, als er mit Siegen in allen vier Springen der Vierschanzentournee als einziger Skispringer der Geschichte den Grand Slam schaffte, hat er dagegen nicht nur positiv in Erinnerung: "Den Tournee-Gesamterfolg 2002 konnte ich trotz der vier Siege nicht genießen. Er war am anstrengendsten. Der vierte Sieg in Bischofshofen war der schwerste Sieg meiner Karriere." Der DSV will Hannawald bei der Vierschanzentournee zum Jahreswechsel offiziell verabschieden.

© SID

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