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Zuschauer-Boom in der Bundesliga hält an

Die Fußball-Bundesliga bleibt ein Premium-Produkt und steuert in der 42. Spielzeit erneut auf Rekordkurs. Schon vor dem letzten Spieltag kamen erstmals über elf Mill. Zuschauer zu den 297 Partien der Eliteliga.

dpa DüSSELDORF. Die Fußball-Bundesliga bleibt ein Premium-Produkt und steuert in der 42. Spielzeit erneut auf Rekordkurs. Schon vor dem letzten Spieltag kamen erstmals über elf Mill. Zuschauer zu den 297 Partien der Eliteliga.

Wie eine dpa-Umfrage bei den 18 Erstligisten ergab, strömten exakt 11 063 359 Mill. Fans in die Stadien. Das entspricht einem durchschnittlichen Besuch von rund 37 250 Zuschauern. Damit wurde die Bestmarke aus der vorigen Saison, als etwas mehr als 36 200 Fans pro Partie registriert wurden, noch einmal um 1 000 pro Spiel gesteigert. Da in den neun Spielen zum Saison-Abschluss rund 350 000 Zuschauer erwartet werden, dürften am Ende der Spielzeit mehr als 11,4 Mill. Besucher erreicht sein.

Größter Publikumsmagnet war wie schon in den vergangenen Jahren Borussia Dortmund. Die 16 Heimspiele des BVB in dem mit 83 000 Plätzen größten deutschen Stadion sahen insgesamt 1 234 608 Zuschauer (77 163 im Schnitt). Auch für das abschließende Saisonspiel gegen Hansa Rostock zeichnet sich ein nahezu ausverkauftes Westfalenstadion ab. Hinter der Borussia belegt wieder der Revierrivale FC Schalke 04 Platz zwei. Auch die Schalker durchbrachen erneut die Schallmauer von einer Million Fans. Exakt 1 042 791 (Schnitt: 61 341) "königsblaue" Fans passierten die Tore der Arena, die 13 Mal ausverkauft war. Die Spiele des deutschen Meisters Bayern München in seiner letzten Saison im Olympiastadion wollten 905 998 Fans sehen. Der Rekordmeister wird seinen Besucherschnitt von jetzt 53 294 in der neuen, wesentlich mehr Komfort bietenden Allianz-Arena im kommenden Jahr deutlich steigern. Dann kalkuliert der FC Bayern mit 60 000 Fans im Schnitt.

Den Umzug ins neue "Schmuckstück" hat Borussia Mönchengladbach schon vollzogen. Und es hat sich ausgezahlt. Während am Bökelberg einst rund 31 000 Fans die Spiele sehen konnten, strömten in diesem Jahr durchschnittlich 49 183 Anhänger in den neuen Borussia-Park. Damit verzeichnete der Niederrhein-Club wesentlich höhere Einnahmen und liegt in der Zuschauergunst noch vor dem Hamburger SV, der mit 48 700 Fans pro Partie ebenfalls einen Clubrekord erzielte. "Schlusslicht" der Tabelle ist Absteiger Hansa Rostock. Nur 20 000 kamen im Schnitt ins Ostseestadion, das nur gegen die Bayern ausverkauft war.

Die von der dpa ermittelten Zahlen basieren auf den Angaben der Vereine und beziffern den tatsächlichen Besuch in den Stadion. Die Zahlen liegen etwas über den offiziellen Erhebungen der Deutschen Fußball Liga (DFL). Das liegt daran, dass die Clubs der DFL nur die Anzahl der verkauften (bzw. bezahlten) Karten mitteilen. Nicht enthalten sind dort zum Beispiel die Tickets für Medienvertreter oder Karten für eingeladene Gäste. Der Trend aber ist derselbe: Nach offiziellen DFL-Angaben kamen in dieser Spielzeit im Durchschnitt bisher 36 273 pro Spiel, im Vorjahr waren es 35 048. Im kommenden Jahr dürfte es eine weitere Steigerung geben, weil sich mit dem 1. FC Köln und dem MSV Duisburg sowie Eintracht Frankfurt oder dem TSV 1 860 München zugkräftige Traditionsvereine in der Eliteliga zurückmelden.

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