Zuschauerschiffe
Loge zu Wasser

Im TV wirken selbst 25-Meter-Yachten winzig und Fünf-Meter-Wellen schrumpfen auf Schwimmbadniveau. Die ganze Gewalt der Elemente dagegen kann man auf Zuschauerschiffen erleben. Da zucken Lichtblitze durch die Nacht, erfüllt Musik die Luft, dröhnen Trommeln. Dabei sein ist alles.

DÜSSELDORF. Da - jetzt erscheint die erste Yacht, das Boot des spanischen Teams, das von der Zuschauermenge laut bejubelt wird. Im Kielwasser folgen die anderen elf America?s-Cup-Renner: Die Neuseeländer haben gar eine Gruppe von Maori-Kriegern an Deck, die ihren traditionellen Tanz, den "Haka", zum aufpeitschenden Rhythmus der Bongos aufführen. Den krönenden Abschluss dieser einzigartigen Parade bildet Titelverteidigerin "Alinghi", deren Crew auf dem Vordeck ihrer Yacht stolz den heiligen Gral des Segelsports präsentiert: die 155 Jahre alte Silberkanne, den legendären America?s Cup.

20 000 Zuschauer strömten zur spektakulären Eröffnungsparade der zwölf Teams im "Port America?s Cup" von Valencia. Und konnten die Action in Sichtweite erleben. Was beim eigentlichen Cup schwer genug ist. Sicher gibt es Logenplätze zum Rennen. So sollte Model Tatjana Patitz als 18. Mann an Bord der BMW Oracle mitsegeln und Kollegin Laura Ponte einen Tag später als Maskottchen an Bord der USA 98 mitfahren. Auf dem begehrtesten Platz des ganzen Cups. Leider machte der Wind beiden einen Strich durch das Erlebnis - dank Flaute konnten die Rennen tagelang nicht stattfinden.

Aber wenn die High-Tech-Schiffe endlich loslegen, kann man nirgends spannendere Duelle auf dem Wasser erleben, und dieser 32. America?s Cup macht es den Zuschauern auf vielerlei Weise leicht, dabei zu sein. Um allerdings als "18. Mann" tatsächlich an Bord einer der America?s-Cup-Yachten zu gelangen, muss man schon Supermodel sein. Oder zumindest A-Promi oder Hauptsponsor. Die zweitbeste Möglichkeit, auf dem Wasser dabei zu sein, ist an Bord einer der VIP-Schiffe der einzelnen Teams, oder der "Club Goleta". Dies ist die offizielle Corporate-Hospitality der Veranstalter, mit luxuriösen Lounges an Land und ebensolchen Zuschauerschiffen, die zudem beste Plätze am Rande der Regattabahn für sich beanspruchen dürfen. Allerdings - auch dazu muss man eingeladen werden. Und das wird nicht jeder...

Michaela Kube vom Veranstalter "Yachtcharter und Mallorca" hat allerdings ein Ass im Ärmel: "Wir haben uns wie einige andere Agenturen auch schon im Vorfeld um VIP-Plätze bei den Teams, speziell BMW Oracle und United Internet Team Germany, bemüht und können noch begrenzte Plätze an bestimmten Terminen anbieten, inklusive Besuch auch der nichtöffentlichen Bereiche der jeweiligen Team-Base."

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