Zwangspause für Michael Phelps
Was wird aus Rio 2016?

Die Alkoholfahrt von Michael Phelps hat nun auch sportliche Konsequenzen. Der Schwimmer wurde für ein halbes Jahr gesperrt und aus dem Team für die WM 2015 gestrichen. Ein kräftiger Dämpfer für den Rekord-Olympioniken.
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Colorado SpringsSechs Monate Sperre und aus dem WM-Team gestrichen: Die Alkoholfahrt von Michael Phelps hat jetzt auch sportliche Folgen für den Rekord-Olympioniken. Wegen der „Verletzung des Verhaltenskodexes“ bestrafte der amerikanische Schwimm-Verband seinen Superstar, der sich reumütig gibt, hart. „Wir denken, dass die Sanktionen angemessen sind und sind froh, dass Michael sich Hilfe sucht“, sagte Scott Blackmun, Chef des Nationalen Olympischen Komitees der USA.

Nur ein halbes Jahr nach seinem Comeback ist der 29-Jährige auf seinem Weg Richtung Olympia 2016 in Rio erst einmal gestoppt worden. Wie es nach der Sperre weiter geht, darüber wird in den kommenden Monaten munter spekuliert werden. Hilfreich beim ambitionierten Sommerspiel-Projekt - es wären seine fünften Spiele - ist die Affäre keineswegs.

Phelps war Ende September wegen stark überhöhter Geschwindigkeit mit seinem Wagen in seiner Heimatstadt Baltimore im US-Bundesstaat Maryland gestoppt worden. Eine Untersuchung ergab einen Blutalkoholwert von 1,4 Promille. Dem Schwimm-Star, der sich nach Angaben der Polizei kooperativ zeigte, drohen im für den 19. November angesetzten Prozess eine Geldstrafe und der Entzug des Führerscheins.

„Ich muss einsehen, dass dies nicht meine erste Verfehlung war. Ich bin sehr enttäuscht von mir. Ich werde mir ein wenig Zeit nehmen und an einem Programm teilnehmen, das mir hilft, mich besser zu verstehen“, erklärte der 18-malige Olympiasieger selbst dieser Tage. 2004 war der Amerikaner bereits einmal wegen Trunkenheit am Steuer festgenommen und auf Bewährung verurteilt worden. 2010 gab er außerdem zu, mit einer Wasserpfeife Drogen geraucht zu haben.

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