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Zwangspause statt Comeback für Hamann

Dietmar Hamann muss sein Comeback in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf ungewisse Zeit verschieben und fällt für den bevorstehenden Confederations Cup aus.

dpa MüNCHEN. Dietmar Hamann muss sein Comeback in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft auf ungewisse Zeit verschieben und fällt für den bevorstehenden Confederations Cup aus.

Der 31-jährige Mittelfeldspieler des FC Liverpool erlitt bereits im Champions-League-Finale einen Ermüdungsbruch im rechten Fuß, der erst am 31. Mai diagnostiziert wurde.

Als Ersatz berief Bundestrainer Jürgen Klinsmann den schon mit der Freundin im Mallorca-Urlaub weilenden Kaiserslauterer Marco Engelhardt in seinen 23-köpfigen Kader. Der 24-jährige Engelhardt verließ umgehend die Ferieninsel und zählt schon beim Einweihungsspiel der Allianz Arena gegen den FC Bayern München zum DFB-Tross. Der zweifache Nationalspieler wird auch bei den Testspielen in Nordirland und vier Tage später gegen Russland dabei sein.

"Es tut uns leid für Didi. Es wäre enorm wichtig für ihn gewesen, beim Confederations Cup dabei zu sein und zu sehen, was sich bei uns alles weiterentwickelt hat", sagte Klinsmann. Der England-Legionär hatte sich die Verletzung in der Verlängerung des Champions-League-Thrillers gegen den AC Mailand zugezogen, eine erste Untersuchung durch Liverpools Mannschaftsarzt brachte aber kein Ergebnis. "Ich hatte dann am Wochenende Beschwerden, aber nicht gedacht, dass es so schlimm ist", berichtete der 31-Jährige.

Auch die DFB-Mediziner konnten trotz einer Röntgenuntersuchung zunächst nichts feststellen. Erst ein Synthigramm brachte das traurige Resultat. DFB-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt verpasste dem Profi einen Spezialschuh, den er vier Wochen zur Schonung tragen muss. "Der Ausfall schmerzt uns genauso wie die kurzfristige Absage von Philipp Lahm nach dessen Kreuzbandriss. Aber besser heute solch ein Verlust als in einem Jahr", meinte Klinsmann.

Für Hamann steht die angestrebte Rückkehr in die Nationalmannschaft, für die er beim EM-Desaster vor einem Jahr in Portugal das letzte seiner 51 Länderspiele bestritten hat, unter einem ungünstigen Stern. Bereits Klinsmanns erste Einladung musste er im Frühjahr ausschlagen. Eine Knieverletzung verhinderte damals, dass er am Fitnesstest der 33 potenziellen WM-Kandidaten in Frankfurt teilnehmen konnte.

Auch im Hinblick auf die anstehenden Vertragsverhandlungen kommt Hamann die Blessur ungelegen. Anstatt vor möglichen Interessenten vorzuspielen, muss er nun gehandicapt an der Zukunft basteln. Der Vertrag beim FC Liverpool läuft Ende Juni aus, angeblich liegen ihm mehrere Anfragen anderer Vereine vor. So zeigte auch der Hamburger SV Interesse an ihm.

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