Zweite Winterspiele in Italien: Deutsche wollen an die Spitze

Zweite Winterspiele in Italien
Deutsche wollen an die Spitze

Ganze 16 Wettbewerbe waren 1924 zum Auftakt in Chamonix ausgetragen worden. Bei den zweiten Olympischen Winterspielen in Italien sind es 84 Entscheidungen. Dabei haben die deutschen Athleten die historische Chance, die Führung im Medaillenspiegel aller Wintersportfeste zu übernehmen.

HB TURIN. Vor dem XX. olympischen Winter-Festival in Turin, das 50 Jahre nach Cortina d'Ampezzo die besten Sportler auf Eis und Schnee empfängt, stehen für die Deutschen mit 108 Goldmedaillen nur noch fünf Siege weniger zu Buche als bei den Russen, die bisher diese Rangliste dominieren. Sollte den Deutschen noch einmal solch ein Goldrausch gelingen wie vor vier Jahren in Salt Lake City, als es Olympiasiege gleich im Dutzend gab, wäre der Sprung an die Spitze aller Wintersport-Nationen keine Utopie.

Die Erfolgsstatistiken der bislang 19 Olympischen Winterspiele zeugen von einer klaren Dominanz der Ski- und Eisschnellläufer. Seit Nagano 1998 hat Loipenstar Björn Dählie den Thron des bestdekorierten Olympioniken inne. Acht Gold- und vier Silberplaketten schmücken den eleganten Loipen-Star. In Turin muss der Norweger nun erstmals um seinen Thron bangen, denn sein Landsmann Ole Einar Björndalen rückte Dählie mit dem Gewinn von vier Goldmedaillen als erfolgreichster Athlet in Salt Lake City schon gefährlich nah. Der Top-Biathlet belegt vor den Tagen von Turin mit insgesamt fünf Olympiasiegen den sechsten Rang dieser Erfolgs-Liste.

Er ist damit der einzige Olympia-Zweikämpfer, der sich im Vorderfeld behauptet, ansonsten platzieren sich fünf Langläufer und vier Eisschnelllauf-Asse unter den Top Ten. Der erste Ski-Star der Winterspiele war 1924 in Chamonix der Norweger Thorleif Haug, der beide Langlauf-Disziplinen und die Nordische Kombination gewann. Die Russin Raissa Smetanina kam zwischen 1976 und 1992 auf zehn Olympia- Medaillen (4/5/1), der Schwede Sixten Jernberg lief von 1956 bis 1964 neun Mal auf die Spitzenränge (4/3/2).

Spitze unter den Kufenflitzern ist die Russin Lidija Skoblikowa, die in Squaw Valley 1960 und Innsbruck 1964 sechs Mal Gold vom Eis holte. Mit Clas Thunberg (Finnland/5/1/1) und Bonnie Blair (USA/5/- /1) rangieren zwei weitere Eisschnellläufer noch vor Ausnahme- Erscheinung Eric Heiden. Der Amerikaner, der 1980 in Lake Placid den Durchmarsch auf allen Strecken schaffte, ist mit fünf olympischen Goldmedaillen bei einer Veranstaltung weiter unerreicht.

In den bislang 692 Wettbewerben bei Olympischen Winterspielen konnten die Deutschen aus Ost und West bisher 108 Mal die höchste Stufe des Siegerpodestes besteigen. Vor vier Jahren wurde Rodlerin Sylke Otto für das 100. Winter-Gold in der Geschichte Olympischer Spiele gefeiert worden.

Platz eins behaupten weiter die Russen, die inklusive der Ausbeute als UdSSR (1956 bis 1988) und GUS (1992) bereits 113 Sieger stellten. Die Norweger, mit denen sich die Deutschen in Turin vermutlich wieder um den ersten Rang der Medaillenwertung streiten werden, rangieren mit 101 Siegen auf Platz drei im Medaillenspiegel der Winterspiele.

Seite 1:

Deutsche wollen an die Spitze

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%