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Zweiter Streich von Bennati auf Deutschland-Tour

Der Italiener Daniele Bennati hat seinen zweiten Tagessieg auf der Deutschland-Tour gefeiert. Zeitgleich mit dem Sieger kam auch Jan Ullrich ins Ziel, machte aber keinen Boden auf Spitzenreiter Levi Leipheimer gut.

Über seinen zweiten Tagessieg bei der Deutschland-Tour kann sich Radprofi Daniele Bennati freuen. Im Ziel des 219,5km langen Teilstücks holte sich der Italiener seinen zweiten Erfolg nach seinem Sieg von Kufstein zwei Tage zuvor. Hinter dem zweitplatzierten Engländer Roger Hammond und dem Australier Baden Cooke wurde Wiesenhof-Fahrer Sebastian Siedler als bester Deutscher Vierter.

Bitterer Tag für Voigt

Ein bitterer Tag war es für "Ausreißer-König" Jens Voigt: Nach einer 185-km-Flucht musste sich der Berliner erst 500m vor dem Ende der fünften Etappe geschlagen geben und das jagende Feld vorbeiziehen lassen. T-Mobile-Kapitän Jan Ullrich und das in der Gesamtwertung führende Gerolsteiner-Duo Levi Leipheimer (USA) und Georg Totschnig (Österreich) erreichten einen Tag nach der schweren Bergankunft der vierten Etappe zeitgleich mit dem Sieger im Feld das Ziel. Im Kampf um das Gelbe Trikot führt Leipheimer weiter mit 18 Sekunden Vorsprung vor Totschnig und Ullrich, der als Dritter 56 Sekunden Rückstand auf das Gelbe Trikot hat. Aussichtsreich liegen auch noch der Australier Cadel Evens als Vierter (1:22 Minuten zurück) und der fünftplatzierte Ansbacher Jörg Jaksche (1:28).

Für Voigt ging es dagegen nur um den Etappensieg, um den er gemeinsam mit fünf Mitausreißern bis zuletzt gekämpft hatte. "Am Ende steht man mit nichts da, das ist natürlich bitter", sagte der 33-Jährige enttäuscht: "Das war so ziemlich das Knappste, was ich bisher erlebt habe. Nur einmal wurde ich bei der Tour de France ähnlich spät eingeholt. Ich merke natürlich auch die Folgen einer langen Saison, da ist der Akku allmählich leer."

Voigt hatte seine Flucht gemeinsam mit drei Italienern, einem Spanier und einem Schweizer 32km nach dem Start in Sölden begonnen und den Vorsprung schnell auf über vier Minuten ausgebaut. Auch bei der Überquerung der einzigen Bergwertung des Tages am 1793m hohen Arlbergpass blieb die Gruppe zusammen und bemühte sich, weiter Zeit auf das Hauptfeld gutzumachen. Doch mehr als fünf Minuten konnte das Sextett nicht herausholen.

In der Verfolgungsarbeit engagierte sich vor allem das Team Wiesenhof, das bemüht war, einen Massenspurt für Siedler herbeizuführen. Selbst als das Feld auf Sichtweite heran kam, hielt die Spitzengruppe lange Zeit dagegen. Letztlich erfolglos.

Tanking stieg vom Rad

Während die Ausreißer vorne ihr Heil in der Flucht suchten, mussten zahlreiche Fahrer im Etappenverlauf der schweren Bergankuft des Vortags Tribut zollen und das Rennen aufgeben. Auch der Niederländer Bram Tanking, der nach seinem Etappensieg zum Tour-Auftakt in Plauen drei Tage das Gelbe Trikot des Spitzenreiters getragen hatte, hatte sich auf der Königsetappe offenbar völlig verausgabt und stieg entkräftet vom Rad.

Bevor am Sonntag die zweite Bergankunft der Rundfahrt auf dem Feldberg folgt, steht am Samstag das 171,3km lange sechste Teilstück von Friedrichshafen nach Singen auf dem Programm. Dabei stehen den Fahrern erneut drei Bergwertungen der dritten und zweiten Kategorie bevor. Noch schwerer wird es dann auf der siebten Etappe, die über 177,7km von Singen auf den 1270m hohen Feldberg führt. 20 km vor dem Schlussanstieg zum höchsten Gipfel des Schwarzwaldes geht es am Notschrei (1116m) über einen weiteren Kategorie-1-Berg.

© SID

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