0:0 gegen Mexiko

Super-Keeper Ochoa lässt Brasilien verzweifeln

Dämpfer für WM-Gastgeber Brasilien: Gegen defensiv perfekt organisierte Mexikaner kam der Titelfavorit nur zu einem 0:0. Besonders Mexikos Torhüter Guillermo Ochoa spielte sich mit zahlreichen Paraden in den Mittelpunkt.
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Guillermo Ochoa mit einer Glanzparade: Mit starken Taten hielt der Keeper Mexiko im Spiel. Quelle: Reuters

Guillermo Ochoa mit einer Glanzparade: Mit starken Taten hielt der Keeper Mexiko im Spiel.

(Foto: Reuters)

FortalezaAuf dem Weg zum erhofften sechsten WM-Titel hat Gastgeber Brasilien den ersten Dämpfer erhalten. Gegen Angstgegner Mexiko kam die Seleção am Dienstagabend nur zu einem enttäuschenden 0:0, bleibt aber mit vier Punkten Tabellenführer der Gruppe A. Fünf Tage nach dem mühsamen 3:1 im Eröffnungsspiel gegen Kroatien vergaben Neymar und Co. im ausverkauften Estádio Castelão vor 60 342 Zuschauern beste Chancen zum Siegtreffer und scheiterten immer wieder am überragenden mexikanischen Torhüter Guillermo Ochoa. Olympiasieger Mexiko, das im Finale von London vor zwei Jahren die favorisierten Brasilianer 2:1 geschlagen hatte, bleibt damit ebenfalls gut im Rennen um den Einzug ins Achtelfinale.

„Am Ende ist das 0:0 kein gutes Resultat, aber es spiegelt das Spiel wieder. Mit einem Sieg wären wir so gut wie im Achtelfinale gewesen“, befand Brasiliens Trainer Luiz Felipe Scolari. Dennoch sei er zufrieden, meinte der Coach. „Es war ein sehr physisches Spiel. Beide Mannschaften wollten das Tor machen“, sagte Scolari. Bundesligaprofi Luiz Gustavo sagte: „Das war ein sehr schwieriges und intensives Spiel. Der Gegner hat große Qualität.“

Neymar verzweifelt an Mexiko
Fans of Mexico wait for the start of their 2014 World Cup Group A soccer match against Brazil at the Castelao arena in Fortaleza
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Mit einem breiten Grinsen konnten Mexikos Fans aus dem Spiel gehen: Ein hart erkämpftes 0:0 lässt das Team vor dem letzten Spieltag vom Achtelfinale träumen.

Hier sind die Bilder zum Held des Abends

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World Cup 2014 - Group A - Brazil vs Mexico
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In Fortaleza fanden sich neben vielen Heimfans auch eine starke Delegation aus Mittelamerika ein.

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Vor der Partie war die Stimmung unter den Brasilianern gelöst, ein Sieg wurde praktisch vorausgesetzt.

huGO-BildID: 37593970 Armed police on motorbikes pass by a shop offering fan accessories prior to the group A World Cup soccer match between Brazil a
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Rund um das Stadion: Ein Zeugnis der angespannten Stimmung im Land. Polizei-Patrouillen kontrollieren die Umgebung.

huGO-BildID: 37593962 Supporters arrive for the group A World Cup soccer match between Brazil and Mexico at the Arena Castelao in Fortaleza, Brazil,
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Mehr als 60.000 Fans pilgerten insgesamt in die Arena Castelao.

Team Brazil pose before the 2014 World Cup Group A soccer match between Brazil and Mexico at the Castelao arena
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Gänsehautmomente vor dem Spiel: Die brasilianische Nationalmannschaft sing mit Inbrunst die Nationalhymne – begleitet von den Fans im Stadion. Beeindruckend.

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In gewohnter Manier schallte die Hymne von den Rängen, auch nachdem die Musik verklungen war. Ein Zeichen des Zusammenhalts, der Solidarisierung zwischen Team und Bevölkerung in diesen schwierigen Zeiten.

Im ersten WM-Spiel zwischen beiden Teams seit 52 Jahren mussten die Gastgeber auf ihren Stürmer Hulk verzichten. Der Profi von Zenit St. Petersburg konnte wegen einer Oberschenkelverletzung nicht spielen. Für den 27-Jährigen nominierte Scolari, der die Seleção 2002 zum fünften und bisher letzten WM-Titel geführt hatte, Ramires vom FC Chelsea.

Die Mexikaner, die bei tropischer Schwüle von etwa 10 000 Landsleuten unterstützt wurden, spielten in der Formation des mit 1:0 gegen Kamerun gewonnen Auftaktspiels und bestätigten von Beginn an, warum sie als gefürchteter Gegner gelten. Zwar hat der Gastgeber eine positive Bilanz gegen die Mittelamerikaner und bei einer Endrunde auch noch nie verloren, doch von den letzten 15 Duellen gewannen die Mexikaner immerhin acht, darunter das Endspiel bei den Olympischen Spielen 2012.

Schlussoffensive ohne Fortune
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