2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste

Kolumbien vor Achtelfinal-Einzug

Kolumbien hat das Tor zum Achtelfinale der Fußball-WM in Brasilien mit zwei Siegen weit aufgestoßen. Dabei konnten die Südamerikaner in der zweiten Halbzeit überzeugen. Für die Ivorer wird es dagegen noch einmal eng.
Kommentieren
James Rodriguez traf für Kolumbien: Die Elfenbeinküste spielte dagegen lange eher behäbig. Quelle: AFP

James Rodriguez traf für Kolumbien: Die Elfenbeinküste spielte dagegen lange eher behäbig.

(Foto: AFP)

BrasilíaDidier Drogbas Zauber wirkt nicht mehr. Trotz der Einwechselung des Starstürmers verlor die Elfenbeinküste das zweite Gruppenspiel der Fußball-WM gegen Kolumbien mit 1:2 (0:0). Die Südamerikaner kamen am Donnerstag in Brasília ausgerechnet zum Führungstreffer durch James Rodríguez (64. Minute), weil dieser ein Kopfball-Duell gegen den eingewechselten Topakteur der Ivorer gewann. Juan Quintero (70.) sicherte mit seinem Treffer den zweiten Dreier, der den Kolumbianern fast schon für die nächste Runde reicht. Drogba & Co. hingegen kamen vor 65 000 begeisterten Zuschauern im Estadio Nacional der Hauptstadt Brasilia nur zum Ehrentor von Gervinho (73.).

„Ich bin einfach nur sehr, sehr glücklich. Ich hätte nicht gedacht, dass wir mit zwei Siegen in die WM starten würden“, sagte Matchwinner Rodriguez glückstrahlend. Coach Sabri Lamouchi von der Elfenbeinküste war dagegen traurig. „Das war eine Niederlage gegen ein gutes Team, das unsere Fehler ausgenutzt hat. Ich kann meiner Mannschaft aber nichts vorwerfen, denn sie hat bis zum Schluss alles versucht. Gegen Griechenland müssen wir noch mal alles mobilisieren.“

Kolumbien stößt das Tor zum Achtelfinale auf
World Cup 2014 - Group C - Colombia vs Cote d'Ivoire
1 von 7

Kolumbien und die Elfenbeinküste trafen im Estádio Nacional in Brasilia aufeinander. Das Stadion für 70.000 Zuschauer zählt zu den Arenen, die extra für die Weltmeisterschaft komplett neu errichtet wurden.

Hier geht es zum Spielbericht.

Hier geht es zum Liveticker.

World Cup 2014 - Group C - Colombia vs Cote d'Ivoire
2 von 7

Obwohl Didier Drogba entscheidenden Anteil am Erfolg der Elfenbeinküste gegen Japan hatte, saß der Stürmerstar auch gegen Kolumbine zunächst nur auf der Bank. Drogba ist noch immer nicht fit genug für 90 Minuten.

Ivory Coast's Tiote fights for the ball with Colombia's Aguilar during their 2014 World Cup Group C soccer match against Colombia in Brasilia
3 von 7

Nach dem Anpfiff legte vor allem Kolumbien los wie die Feuerwehr. Die Südamerikaner hatten sofort deutlich mehr vom Spiel, dabei sprangen auch die ein oder andere Chance heraus.

Colombia's Aguilar and Yepes jump for a header against Ivory Coast's Tiote and Bamba during their 2014 World Cup Group C soccer match against Colombia in Brasilia
4 von 7

Die beste Chance hatte Gutierrez: Cuadrado spielte einen langen Ball auf den linken Flügel raus zu Rodriguez. Der Mann vom AS Monaco steckte durch in den Strafraum auf Gutierrez, doch der zweitbeste Torschütze der Qualifikation hatte Probleme bei der Verarbeitung der Hereingabe und so sprang der Ball von seinem Fuß ins Tor-Aus. Danach wachte die Elfenbeinküste zwar etwas auf, gefährlich wurden die Ivorer aber keinesfalls. So gingen beide Teams torlos in die Halbzeit.

World Cup 2014 - Group C - Colombia vs Cote d'Ivoire
5 von 7

Was in der ersten Hälfte einfach nicht gelingen wollte, kam dann in der zweiten Halbzeit: James Rodriguez köpfte Kolumbien ach eine Ecke in Führung – im Duell ausgerechnet gegen Didier Drogba, der kurz zuvor eingewechselt wurde (64. Minute).

491677645
6 von 7

In der 72. Minute war dann klar, dass die Elfenbeinküste doch noch mitspielt: Gervinho bittet auf dem linken Flügel zum Tanz, zieht dynamisch nach innen und lässt dabei mehrere Gegenspieler einfach stehen. Sein satter Abschluss aus etwa acht Metern ins kurze Eck zappelt im Netz.

World Cup 2014 - Group C - Colombia vs Cote d'Ivoire
7 von 7

In der 70. Minute roch es dann schon nach Vorentscheidung in Brasilia: Klasse Konter der „Cafeteros“! Serey Die verliert den Ball kläglich im Aufbauspiel, Kolumbien kontert über Gutierrez, der hat das Auge für den eingewechselten Quintero und der schiebt den Ball aus etwa zwölf Metern mit links an Keeper Barry vorbei zum 2:0.

Kolumbien überzeugte über weite Strecken mit einer kompakten Abwehr und Kontern gegen die Afrikaner, bei denen Drogba wie schon gegen Japan im Auftaktspiel lange auf der Reservebank schmorte. Kolumbiens Trainer José Pekerman, der auf dieselbe Startelf wie beim 3:0 über Griechenland setzte, ließ sein Team wieder schnell nach vorn spielen. Gesucht wurde meistens James Rodriguez. Die Mehrzahl der Angriffe liefen über den Mann vom AS Monaco, der aber auch öfter hängen blieb.

Angefeuert von dem am Wochenende wiedergewählten Präsident Juan Manuel Santos und mehr als 50 000 mitgereisten Fans dominierten die Kolumbianer die Partie. Das Stadion war fest in der Hand der gelb gekleideten Südamerikaner. Das „Gelbe Fieber“, wie Verbandspräsident Luis Bedoya es nannte, grassierte im Estadio Nacional.

Nach dem Wechsel war auch Kolumbiens Schwung vorerst dahin
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

0 Kommentare zu "2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste: Kolumbien vor Achtelfinal-Einzug"

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%