Anstoß – Die WM-Kolumne
Opel-Gang erschreckt Engländer

Die britische Opel-Schwester Vauxhall hat sich ein eigenes Twitter-Gate gegönnt. Mittendrin: Die englische Nationalmannschat. Allen voran: Der bedauernswerte Frank Lampard.
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Fußball und die Präsentation der Mannschaftsaufstellung – irgendwie passt das nicht immer. Einer der berühmtesten Fauxpas der Sportgeschichte passierte den Organisatoren der Olympischen Sommerspiele von London, als beim Turnier der Fußballfrauen neben der Aufstellung Nordkoreas die Flagge der Südkoreanerinnen zu sehen war. Frei nach Stefan Raab: Das kann ja mal passieren – darf aber nicht passieren. Das werden sich nun auch einige Leute am Rand des Testspiels England gegen Ecuador denken.

Im „Sun Life“ Stadion in Miami passierte etwas, was die Nachrichtenagentur dpa als „bemerkenswerte Sicherheitspanne“ bezeichnet: Vor der Partie wurde die Aufstellung der englischen Fußballnationalmannschaft ordnungsgemäß in gedruckter Form an die versammelte Presse verteilt. Allerdings enthielten die Namen der Akteure brisante Zusätze: Die Ausweisnummern der einzelnen Spieler. Das ist bei Länderspielen ein normales Prozedere und in der Regel kein Problem – die Medienvertreter sind entgegen der landläufigen Meinung in Diskretion geübt und geben die Aufstellung ohne die heiklen Nummern an die Öffentlichkeit.

Dumm nur, dass sich diese Information nicht bis zum Sponsor des englischen Nationalteams herumgesprochen hatte: Vauxhall. Die GM-Tochter vertreibt in Großbritannien unter diesem Namen die Modelle der deutschen Schwester Opel – ebenso wie Fotos der Mannschaftsaufstellung auf Twitter. Leider fiel dem Vauxhall-Presseteam nicht auf, dass die Bögen so nicht zur Veröffentlichung bestimmt waren. Und dann passierte, was heutzutage mit jeder Panne passiert: Sie wurde viral.

Hunderte Mal, schreibt die britische „Daily Mail“, wurde das Foto über Twitter und Facebook geteilt. Dort ist es auch immer noch zu finden – allerdings gepixelt.

Vauxhall selbst zog das Foto nach eigenen Angaben kurz darauf zurück, man entschuldigte sich. Aber wie es mit diesem Internet nun einmal so ist, da war das sprichwörtliche Kind bereits in den virtuellen Brunnen gefallen. Zusätzlich tauchte auch noch die Unterschrift von Team-Kapitän Frank Lampard im Internet auf.

Die Pointe? Folgt, wenn ein humoriger Twitter-Nutzer Frank Lampard mit Hilfe dessen Daten einen Opel Corsa vor die Tür stellen lässt. Und die Moral von der Geschicht'? Wir Pressevertreter sollten uns wirklich nicht über den Intellekt von Fußballern lustig machen.

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