Anstoß – die WM-Kolumne
Was Jogi jetzt ändern muss

Lahm wieder als Außenverteidiger, Klose und „Schweini“ von Anfang an. Und „Poldi“ über außen – das würde sich gegen die USA auch anbieten. Wer gegen Klinsis US-Boys in die deutsche Startelf gehört.
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Auf die Jubelstürme folgte die Ernüchterung: Auch die Deutsche Nationalmannschaft ist verwundbar. Beim 2:2 gegen Ghana zeigten sich Schwächen in allen Mannschaftsteilen. Was Jogi Löw jetzt ändern muss:

Lahm nach hinten

Philipp Lahm war gegen Ghana der schwächste Mann auf dem Platz. Daraus sollte der Bundestrainer lernen: Lahm auf der Sechs – das Experiment ist gescheitert. Der DFB-Kapitän sollte wieder dort spielten, wo Löw ihn am dringendsten braucht: hinten rechts. Jerome Boateng hatte dort in Halbzeit eins seine Schwächen, nach dem Seitenwechsel kam Shkrodan Mustafi und machte seine Aufgabe auch nicht besser. Der Youngster hatte großen Anteil am ghanaischen Ausgleich, als er das Kopfballduell mit Ayew scheute. Nach vorne kam in Halbzeit zwei nicht mehr viel.

Doch Löw könnte Lahm auch auf links gebrauchen. Der gelernte Innenverteidiger Benedikt Höwedes hat auf Schalke öfters mal auf rechts ausgeholfen, auf der anderen Seite dagegen ist er völlig unerfahren. Das merkte man seinem Spiel an: Höwedes stand mehrmals viel zu weit vom Gegenspieler entfernt, von seiner Seite konnte Ghana beispielsweise unbedrängt vor dem Ausgleich flanken.

Wenn Löw konsequent ist, ändert er seine Abwehr daher gleich auf zwei Positionen: Lahm für Boateng/Mustafi rechts und den jungen Dortmunder Erik Durm für Höwedes hinten links. Denn der hat schon in der Champions League gegen Real Madrid und nicht zuletzt auch im Testspiel gegen Kamerun gezeigt, dass er auch international mithalten kann. Für Höwedes bliebe dann vielleicht die Rolle als Innenverteidiger – wenn Löw dem schwachen Routinier Per Mertesacker mal eine Pause verordnet.

Schweinsteiger zentral

Lahm mit Aussetzern, Sami Khedira nach seiner langen Verletzungspause noch nicht in Höchstform: Auf der Sechs kommt der Bundestrainer an Bastian Schweinsteiger nicht mehr vorbei. Erst recht nicht, nachdem „Schweini“ als Joker gegen Ghana überzeugte.

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