Deutscher WM-Erfolg
Forscher entschlüsseln Jogis Geheimnisse

Warum sind die Deutschen in Brasilien so erfolgreich? Studien zeigen, dass Gruppen mit mehrheitlich fairen Teamspielern auch erfolgreicher sind. Genau das trifft auf Löws Truppe zu, haben Kölner Forscher herausgefunden.
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BerlinDas spektakuläre 7:1 (5:0) der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im WM-Halbfinale über Gastgeber Brasilien macht selbst eingefleischte Fußballexperten stutzig. Wie konnte es dazu kommen? Warum sind Jogi Löws Spieler so erfolgreich?

Der Sieg über die einst ruhmreiche Seleção dürfte zwar eher die große Ausnahme gewesen sein. Doch in den Spielen zuvor bewies die deutsche Elf bereits, dass mit ihr zu rechnen ist und sie auch als WM-Favorit einzuordnen ist.

Womöglich holen die Deutschen am Sonntag im Endspiel in Rio de Janeiro auch den Titel. Glaubt man einer Analyse des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln, dann ist die Wahrscheinlichkeit dafür sehr hoch.

Die Forscher begründen ihre Prognose, die noch vor den Halbfinals erstellt wurde, mit verhaltensökonomischen Erkenntnissen. Demnach sind Gruppen umso erfolgreicher, je mehr sie aus fairen Teamspielern bestehen. Im Fall von Löws Elf ist dieses Kriterium offenbar weitgehend erfüllt.

„Die deutsche Nationalmannschaft agiert während der WM auffallend fair: Alle übrigen Viertelfinal-Teilnehmer hatten mehr gelbe Karten auf ihrem Konto“, konstatieren die IW-Fachleute. Fairness gegenüber dem Gegner gehe häufig auch mit Kooperationsbereitschaft innerhalb des eigenen Teams einher.

Als Beleg führen die Experten des Kölner Instituts die Anzahl der Pässe an: Nach fünf absolvierten Spielen habe Deutschland die Statistik mit 2.938 Abspielen angeführt; der Turnierdurchschnitt hätte bis dato bei nur 1.458 Pässen gelegen.

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  • ...kooperatives Verhalten „stark typabhängig“...
    Da die Selektionskriterien in vielen Unternehmen anscheinend Persönlichkeitstypen mit starkt individualistischen Merkmalen (ich wollte nicht schreiben: Selbstdarsteller)bevorzug auswählen, wird es häufig nichts mit der Teamarbeit. Die häufig vorhandenen Gratifizierungssyteme (materiell und immateriell) verstärken i.d.R. noch das Ergebnis der Selektion. Da gibt es noch Optimierungspotential.

  • In einem fairen und einigermaßen gerechten Umfeld wird das sicherlich stimmen. Ja, dann setzt sich Fairness letztlich durch. Könnte man aber aufgrund seines Einflusses durch Geldmittel oder Position Regeln und Gesetzmäßigkeiten manipulieren, dann ist das faire Team IMMER der Verlierer, gilt entsprechend natürlich auch für Individuen!

    Schaut auf den Großraum Indien bis zum arabischen Raum, von der Mentalität sind die Populationen sehr ähnlich. Ohne Rohstoffreichtum ist bzw. wäre jedes dieser Länder unterentwickelt und bliebe bzw. bleibt es auch. Westliche Investoren scheuen diese Länder welche ohne Rohstoffbasis sind weitestgehend, weil es massenhaft an der notwendigen zuverlässigen Geradlinigkeit und Disziplin mangelt. China oder von Chinesen stark beeinflusste Länder sind darum auch viel erfolgreicher. Selbstverständlich sind die Chinesen mindestens ebenso Egoisten, aber sie schlachten das “Schwein“ erst, wenn es fett ist.

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