Deutschland gegen Algerien
„Entspannt, konzentriert und fokussiert“

Deutschland ist im WM-Achtelfinale gegen Algerien der klare Favorit. Doch die Nordafrikaner dürfen nicht unterschätzt werden. Sorgen hat derweil auch die Polizei in Frankreich.
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Berlin/ParisTrainer-Weltenbummler und Afrika-Kenner Otto Pfister hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft davor gewarnt, den WM-Achtelfinalgegner Algerien auf die leichte Schulter zu nehmen. „Wenn ein oder zwei Spieler im Unterbewusstsein den Gegner unterschätzen, dann wird es schwierig“, sagte Pfister am Montag dem Inforadio des RBB.

Algerien sei eingespielt – seit rund vier Jahren habe sich die Aufstellung kaum verändert. Auch sei die Fußball-Infrastruktur in dem Land mit mehreren Stadien und einer regelmäßigen Liga besser als in einigen anderen Nationen Afrikas.

Die Bedeutung der „Schande von Gijón“, als ein „Nichtangriffspakt“ zwischen Deutschland und Österreich Algerien das Weiterkommen bei der WM 1982 kostete, wollte Pfister für das Spiel an diesem Montag (22.00 Uhr/MESZ/ZDF) nicht überbewerten – auch wenn jedes Kind in dem Land davon weiß. Mit Zorn auf dem Platz würden sich die Spieler nur selbst schwächen. „Da sind sie viel zu professionell dafür.“

Pfister war Trainer mehrerer afrikanischer Nationalteams. Unter anderem erreichte er mit Ghana (1992) und Kamerun (2008) das Finale des Afrika-Cups. Den Pokal für den Pokalsieger Afrikas gewann er mit dem ägyptischen Club Zamalek Kairo (2000). Bei der WM 2006 betreute er Togo. Aktuell trainiert der 76-Jährige einen Verein im Sudan.

Riesengroß ist das Interesse an der deutschen Elf im Süden Brasiliens: Als die Mannschaft nach dem Abschlusstraining am Sonntagabend am Hotel vorfuhr, warteten wieder zahlreiche Fans. Im erst dritten Match gegen die Nordafrikaner überhaupt soll nach zwei Niederlagen der erste Sieg her.

Auf Verlängerung oder gar Elfmeterschießen wollen sich Philipp Lahm und Co. nicht einlassen: „Wir wollen alles in 90 Minuten regeln, aber wir wissen, dass es keine leichte Aufgabe wird“, sagte der Kapitän und warnte vor der „vermeintlich kleinen Fußball-Nation“. Alle müssten voll konzentriert sein: „Ansonsten ist man schneller zu Hause als man denkt.“

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