DFB-Elf Gruppensieger
Und schon wieder macht es Müller

Deutschland siegt in der Regenschlacht von Recife: Ein 1:0 über die USA sichert das Achtelfinal-Ticket als Gruppenerster. Nervenaufreibender als das Spiel ist für die Fans jedoch die Anreise.
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RecifeEs ist Deutschlands aktuell erfolgreichstem Fußballer vorbehalten, für die erlösende Führung zu sorgen: In der Arena Pernambuco läuft die 55. Spielminute, als Thomas Müller mit einem platzierten Schuss aus 16 Metern ins Tor der US-Amerikaner trifft. Spätestens mit Müllers Tor, seinem vierten Turniertreffer, ist klar: Die deutsche Nationalmannschaft zieht als Gruppensieger ins Achtelfinaler dieser Weltmeisterschaft ein. Den Gegner spielen am Abend noch Algerien und Russland im direkten Duell gegeneinander aus. Die USA sind als Zweiter ebenfalls in der KO-Runde.

Das Sichern des Tickets nach Porto Alegre war lange ein hartes Stück Arbeit. Was zum einen an der körperbetonten Spielweise der US-Boys lag, aber ebenso an einem unangenehmen Dauerregen, der die komplette Spielzeit anhielt. Immerhin: die befürchtete Hitzeschlacht blieb beiden Teams dadurch erspart.

Erspart blieben Fans und Spielern auch Diskussionen über mögliche Absprachen. Häufig war in den vergangenen Tagen die Schande von Gijón zitiert worden. Damals, bei der WM 1982, schmiedeten Deutschland und Österreich nach dem deutschen Führungstreffer einen Nichtangriffspakt, da beiden dieses Ergebnis für den Einzug in die nächste Runde reichte.

Die Gefahr einer Einigung in Harmonie bestand auch an diesem Donnerstag in Recife: Deutschland und USA genügte im dritten Gruppenspiel ein Unentschieden zum Weiterkommen, die verantwortlichen Trainer – Joachim Löw und Jürgen Klinsmann – sind bekanntermaßen gut befreundet. Doch schon die Anfangsphase der Partie sprach eine andere Sprache.

Die DFB-Elf setzte sich sogleich in der Spielhälfte der US-Amerikaner fest, drängte auf ein schnelles 1:0. In der achten Spielminuten kam Müller bei einer scharfen Hereingabe eine Fußspitze zu spät, zwei Minuten später behinderten sich die gelernten Verteidiger Benedikt Höwedes und Per Mertesacker gegenseitig beim Torabschluss. Die dritte Gelegenheit ließ Toni Kroos liegen, der einen Torschuss von der Strafraumgrenze verweigerte und den Ball stattdessen auf den im Abseits stehenden Müller ablegte.

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