England vor WM-Vorrundenaus
Ein Desaster in Rot und Weiß

Erstmals seit 1958 könnte England in der WM-Vorrunde scheitern. Für die Presse ist das Aus so gut wie besiegelt. Niedergeschlagenheit und Schmerz dominieren. Wie die Niederlage gegen Uruguay aufgenommen wird.
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LondonSteven Gerard hatte noch gewarnt. "Es könnte ein schrecklich langer, frustrierender Sommer werden, wenn wir es am Donnerstag nicht richtig machen", hatte der Kapitän der englischen Nationalmannschaft prophezeit. Doch die Mahnung hat die gewünschte Wirkung verfehlt.

Ein Doppelschlag des uruguayischen Stürmers Luis Suarez hat England aus allen WM-Träumen gerissen. Der Stürmer, den sie auf der Insel wegen seiner Torgefährlichkeit den „Kannibalen“ nennen, hat nach dem Herz der englischen Nation gegriffen.

Nach einem 2:1 gegen die Südamerikaner muss die Insel erstmals seit 1958 ein vorzeitigen Aus bei der WM in der Vorrunde ins Auge fassen. „Wenn Italien und Costa Rica unentschieden spielen, ist die Reise der Männer von Roy Hodgson Männer am Freitag nach nur sechs Tagen beendet“, bringt es der „Independent“ nüchtern auf den Punkt.

Suarez reißt damit Englands WM-Hoffnungen in Fetzen. Doch die britische Presse, die sonst gerne zu Häme und Bissigkeit neigt, spiegelt am Freitag eher eine Gemütslage wider, die Abends auch in vielen Pubs zu beobachten war: Schmerz und Niedergeschlagenheit.

„Als Luis Suarez von seinen Teamkollegen gefeiert wurde, stand Steven Gerrard, die Hände in den Hüften, da und schaute entsetzt auf den Boden“, heißt es beispielsweise in der britischen „Times“. „Der schreckliche Sommer des englischen Kapitäns, vor dem ihn viele gewarnt hatten, wurde Realität."

Ein Desaster in Rot und Weiß. Für beide Mannschaften ging es im Stadion von Sao Paulo um viel. Denn sowohl die in weiß-blau spielenden Uruguayer als auch die Engländer, die in weißen Trikots mit roter Schrift aufliefen, standen unter massivem Druck.

Kommentare zu " England vor WM-Vorrundenaus: Ein Desaster in Rot und Weiß"

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  • Meine Erfahrungen mit Engländern sind sehr einseitig. Ob mit Soldaten als Besatzungs-/Schutzmacht in meiner Heimatstadt in NRW, ob im Urlaub, während eines England-Semesters im BWL-Studium, die Bilder der englischen "Fans" während der WM 2006 hier in Deutschland (Stuttgart, Köln...) usw. usw. usw.

    Mir persönlich sind Niederlagen der Engländer wichtiger als Siege der Deutschen...

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