England vor WM-Vorrundenaus

Ein Desaster in Rot und Weiß

Erstmals seit 1958 könnte England in der WM-Vorrunde scheitern. Für die Presse ist das Aus so gut wie besiegelt. Niedergeschlagenheit und Schmerz dominieren. Wie die Niederlage gegen Uruguay aufgenommen wird.
1 Kommentar
„Wir sind durch!“
the sun
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Die Sun versucht nach der 1:2-Niederlage gegen Uruguay das Positive zu sehen – und feiert trotz drohendem WM-Aus das englische Team: „We're through!“, wir sind durch, ist die Schlagzeile des britischen Boulevardblatts heute. Der weinende Junge auf dem Titelblatt ist der Sohn von Englands Stürmer-Star Wayne Ronney.

mail
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Auch Mail Online greift die traurige Schnute des Rooney-Nachwuchses auf und gibt sich verständnisvoll. Immerhin: Der alte Herr hat sein erstes WM-Tor überhaupt erzielt. Ein schwacher Trost...

the metro
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Auch die Gratiszeitung Metro nimmt die Niederlage mit Galgenhumor auf – könnte man meinen. Das Bild von Suarez und die Schlagzeile rechts haben allerdings nichts miteinander zu tun. Dennoch: Das Ergebnis dürfte die meisten Schotten gefreut haben.

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... und ein Video

Hier sind alle Daten und Fakten zum Spiel

Hier sind die Reaktionen auf die Niederlage

....und ein Stimmungsbericht von unserem Korrespondenten in London

491716423
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„England dachte, gegen Deutschland 1:4 zu verlieren, war schon der Tiefpunkt“, schreibt die Daily Mail auf ihrem Online-Auftritt, der meistaufgerufenen Zeitungsseite der Welt. „aber Roy Hodgson muss gehen nach diesem neuen Tief.“

daily mirror
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Der Mirror spielt hingegen auf die Kauleiste des England-Bezwingers Suarez an. Auf dem Online-Auftritt der Zeitung heißt es, Suarez habe England mit „gebrochenem Herzen“ zurückgelassen – für ein Weiterkommen der „Three Lions“ brauche es nun schon ein Wunder. Außerdem spiele Kapitän Steven Gerrard darauf an, seine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden.

guardian
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England auf der Kippe und Luis Suárez als Schuldiger – der Guardian beschränkt sich auf das Wesentliche. Der Argentinier habe sich zum Sinnbild des Scheiterns der „Three Lions“ geschossen, heißt es weiter im Text. Auch hier wird Gerrard als auf dem Weg in den Ruhestand bezeichnet. Obwohl das WM-Aus noch nicht 100-prozentig klar ist, schreibt der Guardian vom „Ende des Weges“ des England Captain

telegraph
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Ähnlich halten es die Kollegen vom Telegraph. Es ist das erste Mal in der Fußball-Geschichte des Landes, dass England seine ersten beiden Vorrundenspiele verliert.

LondonSteven Gerard hatte noch gewarnt. "Es könnte ein schrecklich langer, frustrierender Sommer werden, wenn wir es am Donnerstag nicht richtig machen", hatte der Kapitän der englischen Nationalmannschaft prophezeit. Doch die Mahnung hat die gewünschte Wirkung verfehlt.

Ein Doppelschlag des uruguayischen Stürmers Luis Suarez hat England aus allen WM-Träumen gerissen. Der Stürmer, den sie auf der Insel wegen seiner Torgefährlichkeit den „Kannibalen“ nennen, hat nach dem Herz der englischen Nation gegriffen.

Nach einem 2:1 gegen die Südamerikaner muss die Insel erstmals seit 1958 ein vorzeitigen Aus bei der WM in der Vorrunde ins Auge fassen. „Wenn Italien und Costa Rica unentschieden spielen, ist die Reise der Männer von Roy Hodgson Männer am Freitag nach nur sechs Tagen beendet“, bringt es der „Independent“ nüchtern auf den Punkt.

Suarez reißt damit Englands WM-Hoffnungen in Fetzen. Doch die britische Presse, die sonst gerne zu Häme und Bissigkeit neigt, spiegelt am Freitag eher eine Gemütslage wider, die Abends auch in vielen Pubs zu beobachten war: Schmerz und Niedergeschlagenheit.

„Als Luis Suarez von seinen Teamkollegen gefeiert wurde, stand Steven Gerrard, die Hände in den Hüften, da und schaute entsetzt auf den Boden“, heißt es beispielsweise in der britischen „Times“. „Der schreckliche Sommer des englischen Kapitäns, vor dem ihn viele gewarnt hatten, wurde Realität."

Ein Desaster in Rot und Weiß. Für beide Mannschaften ging es im Stadion von Sao Paulo um viel. Denn sowohl die in weiß-blau spielenden Uruguayer als auch die Engländer, die in weißen Trikots mit roter Schrift aufliefen, standen unter massivem Druck.

1:0 für Uruguay! Doch England kommt zurück.
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1 Kommentar zu "England vor WM-Vorrundenaus: Ein Desaster in Rot und Weiß"

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  • Meine Erfahrungen mit Engländern sind sehr einseitig. Ob mit Soldaten als Besatzungs-/Schutzmacht in meiner Heimatstadt in NRW, ob im Urlaub, während eines England-Semesters im BWL-Studium, die Bilder der englischen "Fans" während der WM 2006 hier in Deutschland (Stuttgart, Köln...) usw. usw. usw.

    Mir persönlich sind Niederlagen der Engländer wichtiger als Siege der Deutschen...

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