Furcht vor Achtelfinalgegner
Oranje fürchtet Spielverderber Mexiko

Arjen Robben warnt die Niederlande vor dem Achtelfinal-Gegner Mexiko. Der strotzt nur so vor Selbstbewusstsein und dürfte mit der Mittagshitze besser klarkommen. Eine wichtige Rolle kommt in beiden Teams einem Oldie zu.
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Fortaleza/RecifeArjen Robben trat auf die Euphoriebremse. Während halb Holland sich schon im Halbfinale der Fußball-WM wähnt, warnt der Bayern-Star vor Mexikos kessen Kickern. Schließlich hat der Achtelfinal-Kontrahent schon dem Titelfavoriten Brasilien beim 0:0 im Gruppenspiel Riesenprobleme bereitet. Anders als der Mitfavorit aus den Niederlanden, für den ein frühes WM-Aus eine heftige Enttäuschung bedeuten würde, kann die „Tri“ ihre erste Viertelfinal-Teilnahme seit der Heim-WM 1986 weitaus lockerer anstreben.

„Mexiko hat eine fantastische Mannschaft, es wird ein schweres Spiel“, mahnte Flügelflitzer Robben vor der Hitzeschlacht in Fortaleza. „Hunderttausend Menschen haben mir schon gesagt, dass der Weg frei ist bei Gegnern wie Mexiko und Costa Rica oder Griechenland. Als würden wir schon im Halbfinale stehen. Aber so einfach ist es nicht.“ Die Mittelamerikaner trumpfen bei der WM bisher stark auf.

Sie verpassten nur wegen des etwas schlechteren Torverhältnisses gegenüber den ebenfalls ungeschlagenen WM-Gastgebern den ersten Platz in der starken Gruppe A. Miguel Herrera strotzt nicht von ungefähr vor Selbstbewusstsein vor der Partie am Sonntag (18.00 Uhr/MESZ). „Natürlich wollen wir auch sie schlagen“, kündigte der mexikanische Coach völlig entspannt den nächsten Coup im Estadio Castelao an.

Aber nicht nur aus Respekt vor dem überzeugenden Widersacher, sondern auch aus leidvoller Erfahrung herrscht bei den Oranje-Stars Vorsicht. Die EM-Ernüchterung von 2008 ist noch in den Köpfen. Damals stürmte man auch durch die Vorrunde, schied im Viertelfinale aber durch ein 1:3 nach Verlängerung gegen Russland aus. „Das habe ich noch nicht vergessen. Das darf uns auf keinen Fall noch einmal passieren“, sagte Kapitän Robin van Persie, der nach seiner Gelbsperre zurückkehrt.

Gefahr droht dem Vize-Weltmeister auch durch die Mittagshitze von mehr als 30 Grad und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit, die die Europäer viel mehr schlauchen als die in der heimischen Liga oft bei 40 Grad geforderten Lateinamerikaner. Herrera hob diesen Vorteil genüsslich hervor. „Hoffentlich scheint die Sonne stark. Wir wollen sie körperlich killen“, kündigte er geradezu martialisch an.

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