Hacker im WM-Fieber
Vorsicht bei falschen Fifa Tickets im Netz

Pünktlich zum Start der Fußball-WM rollt eine neue Welle besonders gefährlicher Spam- und Phishing-Angriffe durch die E-Mail-Postfächer. Was die Nachrichten eint: Sie sind zu gut, um wahr zu sein.
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Man kann Hackern und Cyberkriminellen manches vorwerfen, nicht aber, dass ihnen Gespür für den optimalen Zeitpunkt für ihre Online-Attacken fehlt. So ist es kein Wunder, dass sich aktuell perfekt getimte Spam- und Phishing-Nachrichten unter die übliche Flut der gefälschten Telefonrechnungen, Gewinnbenachrichtigungen südeuropäischer Millionen-Lotterien und Kontaktanfragen afrikanischer oder asiatischer Multimilliardäre mischen: Etwa Jubelschreiben, die zum Gewinn exklusiver FIFA-VIP-Eintrittskarten zur Fußball-WM gratulieren. Oder gleich Tickets für komplette Kurztrips zum Finale. Oder wenigstens einen handsignierten WM-Ball vom Bundestrainer versprechen.

Dumm nur, dass alle eines eint - sie sind durchweg gefälscht und dienen nur dem Zweck, den Empfänger im Moment der Euphorie dazu zu bewegen, den mitgeschickten Dateianhang zu öffnen. Darin soll sich wahlweise, das begehrte Ticket, der Fluggutschein oder sonst irgendeine Verlockung verbergen. Tatsächlich aber steckt in den Dateien ein gefährlicher Programm-Code, der sich beim Öffnen - zumindest auf schlecht oder ungeschützten Rechnern - automatisch installiert. Anschließend protokolliert er Passwörter, PIN-Codes oder andere sensible Daten.

Anstatt eines angeblichen WM-Tickets holten sich Internet-Nutzer so beispielsweise schon den Cyberwurm Worm.VBS.Dinihou auf ihren Computer. Der öffnet auf dem Rechner eine sogenannte Backdoor, eine digitale Hintertür, über die Hacker unbemerkt vom Anwender in den PC eindringen und darüber beispielsweise weitere Spam-Mails verschicken oder andere Online-Angriffe lancieren können.

Alternativ versuchen die Cyberkriminellen, ihre Opfer mithilfe von unverdächtig wirkenden Links in den E-Mails auf gefälschte Webseiten zu lotsen. Dort sollen die Fußball-Begeisterten Name, Adresse und Kreditkartendaten hinterlegen, um die begehrten Tickets oder Gewinne erhalten zu können. Stattdessen gehen die Online-Gangster mit den Daten ihrerseits im Netz auf Einkaufstour.

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Gefälschte Seiten werden als „sicher“ zertifiziert

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