Historischer Sieg Dzeko macht Irans Hoffnungen zunichte

Der WM-Debütant aus Bosnien-Herzegowina hat Größe bewiesen: Obwohl es sportlich für das Team um nichts mehr ging, hat die Mannschaft gegen den Iran überzeugend gespielt. Der Sieg für die Bosnier ist ein historischer.
Update: 25.06.2014 - 20:39 Uhr Kommentieren
Bosniens Edin Dzeko erzielte selbst einen Treffer und bereitete einen anderen vor. Quelle: Reuters

Bosniens Edin Dzeko erzielte selbst einen Treffer und bereitete einen anderen vor.

(Foto: Reuters)

SalvadorEndrunden-Novize Bosnien-Herzegowina hat sich mit dem historischen ersten WM-Sieg aus Brasilien verabschiedet und damit Irans leise Achtelfinal-Hoffnungen zunichtegemacht. Die Asiaten verloren am Mittwoch in Salvador mit 1:3 (0:1) gegen das engagiert aufspielende Team vom Balkan und müssen auch bei ihrer vierten WM-Teilnahme bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten. Nur ein Sieg hätte dem Team von Carlos Queiroz vor 48.011 Zuschauern die theoretische Chance auf ein Weiterkommen eröffnet.

Dies verhinderten der frühere Bundesliga-Torschützenkönig Edin Dzeko (23. Minute), Miralem Pjanic (59.) und Avdija Vrsajevic (83.) mit ihren Treffern, das erste Endrunden-Tor in Brasilien durch Resa Ghoochannejhad (82.) war nur ein schwacher Trost für die wieder früh gescheiterten Iraner.

„Ich denke, wir wollten den Sieg heute mehr. Denn er war sehr wichtig für uns. Jetzt können wir erhobenen Hauptes nach Hause fahren. Und es fühlt sich nicht mehr ganz so schlecht an“, sagte Bosniens Coach Safet Susic, der nach dem Spiel seine eigene Zukunft offen ließ. „Es war mein letztes WM-Spiel. Mehr kann ich jetzt noch nicht sagen. Ich werde irgendwann traurig sein, wenn ich der Mannschaft auf Wiedersehen sagen muss. Aber der Tag ist jetzt noch nicht gekommen“, stellte Susic klar.

Argentinien huldigt Messi, Bosnien schreibt Geschichte
491933419
1 von 10

Die Entscheidung in Gruppe F

Nigeria – Argentinien 2:3 (1:2)

Der Messias Argentiniens lässt sich mal wieder feiern: Lionel Messi (links) traf bereits nach zwei Minuten zur 1:0-Führung für die „Gauchos“. Sein Kracher unter die Latte war sein dritter Treffer im dritten Spiel. In der 44. Minute legte er gar zum 2:1 nach. Hier sind Angel Di Maria und Marcos Rojo die ersten Gratulanten.

Zum Spielbericht

Hier sind alle Daten und Fakten zum Spiel im Liveticker

Bosnien-Herzegowina – Iran 3:1 (1:0)

Zum Spielbericht

Hier sind alle Daten und Fakten zum Spiel im Liveticker

Hier sind die Bilder zum Spieltag in der Gruppe

Nigeria's Ahmed Musa celebrates scoring a goal during their 2014 World Cup Group F soccer match against Argentina at the Beira Rio stadium in Porto Alegre
2 von 10

Nigerias Grinsebacke: Ahmed Musa (oben) freut sich mit Teamkollege Joseph Yobo über den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 1:1. Der Treffer fiel nur zwei Minuten nach der argentinischen Führung. Und auch das 2:2 erzielte der Stürmer.

Argentina's Gago fights for the ball with Nigeria's Oshaniwa during their 2014 World Cup Group F soccer match at the Beira Rio stadium in Porto Alegre
3 von 10

Ein Ringen um den Ball: Fernando Gago (oben) und Nigerias Juwon Oshaniwa kämpfen um das Leder, doch keiner bekommt das Spielgerät.

Argentina's Lionel Messi scores on a free kick during the 2014 World Cup Group F soccer match against Nigeria at the Beira Rio stadium in Porto Alegre
4 von 10

Die 44. Minute: Lionel Messi dreht den Ball über die nigerianische Mauer hinein ins Tor. Eines der zahlreichen Tore in einer munteren Partie.

Argentina's Marcos Rojo scores a goal during their 2014 World Cup Group F soccer match against Nigeria at the Beira Rio stadium in Porto Alegre
5 von 10

Zwei Tore von Messi, zwei Tore von Musa – und am Ende entscheidet das Knie eines anderen die Partie. Hier trifft Argentiniens Marcos Rojo (links) zum 3:2-Endstand.

Iran's Haghighi fails to stop a goal scored by Bosnia's Dzeko during their 2014 World Cup Group F soccer match in Salvador
6 von 10

Bosnien-Herzegowina – Iran 3:1 (1:0)

Irans Torwart Alireza Haghighi macht sich ganz lang. Den Schuss von Bosniens Edin Dzeko kann der Schlussmann aber dennoch nicht parieren. Das Leder springt vom Innenpfosten ins Gehäuse zum zwischenzeitlichen 1:0.

Zum Spielbericht

Iran's Montazeri jumps for the ball with Bosnia's Ibisevic during their 2014 World Cup Group F soccer match at the Fonte Nova arena in Salvador
7 von 10

Pejman Montazeri (links) springt ein Stückchen höher als Bosniens Vedad Ibisevic, der sonst für den VfB Stuttgart auf Torejagd geht. Er und der WM-Neuling Bosnien-Herzegowina verabschiedeten sich mit einem Sieg aus der Gruppenphase.

Im Hotel standen bereits die gepackten Koffer, doch beim letzten Auftritt auf der Weltbühne des Fußballs zeigte sich das Team von Trainer Safet Susic noch einmal voll motiviert. Vor allem dank Dzeko demonstrierten die Bosnier endlich auch einmal im Abschluss bisher vermisste Qualitäten. Nachdem er in der Anfangsphase zwei Chancen etwas leichtfertig liegengelassen hatte (4./9.), fasste sich der frühere Wolfsburger in der 23. Minute ein Herz und überwand Irans Schlussmann Aliresa Haghighi mit einem Flachschuss aus 20 Metern. Mit Hilfe des Innenpfostens fand der Ball den Weg ins Tor.

Harmlose Iraner
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Historischer Sieg - Dzeko macht Irans Hoffnungen zunichte

0 Kommentare zu "Historischer Sieg: Dzeko macht Irans Hoffnungen zunichte"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%