Kölner in Rio de Janeiro Was Podolski und der Zuckerhut gemeinsam haben

Mit der DFB-Auswahl reist Lukas Podolski zum Viertelfinale nach Rio de Janeiro. Zeit für einen Ausflug auf den Zuckerhut wird er nicht haben. Dabei wäre eine Fahrt in der Seilbahn eine Reise durch Kölner Geschichte.
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Ein starkes Stück Köln in Rio de Janeiro
Brasilien - 100 Jahre Seilbahn zum Zuckerhut
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Die Zuckerhut-Seilbahn „O Bondinho“ zählt zu den bekanntesten Attraktionen Brasiliens. Am 27. Oktober 2012 feierte die Bahn 100. Geburtstag. Von Kölner Ingenieuren angefertigt, war die Pohlig-Seilbahn bis 1972 in Betrieb. Später sie durch ein größeres Modell eines italienischen Unternehmens ersetzt.

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So vermarktete die Kölner Firma Pohlig ihr Meisterwerk: Aufwendig retourschierte Postkarten wie diese zeigen die Seilbahn, wie sie von der Talstation über den Morro da Urca auf den Zuckerhut führt.

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Die Planungen für den Bau dieser Seilbahn begannen schon 1910. Bei den Arbeiten an den Stationen mit ihren Seilbahngewinden halfen solche Holzgerüste.

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Vor den Menschen musste erst einmal jede Menge Baumaterial auf die Gipfelkuppe gebracht werden. Als die ersten Seile gespannt waren, kam eine offene Transportgondel zum Einsatz.

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Die Bahn sollte der Stolz der Einwohner von Rio de Janeiro werden. Die Idee hatte der brasilianische Ingenieur Augusto Ferreira Ramos. Ihn hatte die Strahlkraft des Eiffel-Turms begeistert, daher wollte er auch ein Meisterwerk für seine Stadt.

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Die Jungfernfahrt für das erste Teilstück stand am 27. Oktober 1912 an. Insgesamt 528 Meter waren bis zur ersten Station zu überwinden. Zur Eröffnungsfeier kamen 577 geladene Gäste.

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17 Personen passten damals in eine Gondel. Bei der heutigen Ausführung – die bislang letzte Modernisierung gab es vor sechs Jahren – sind es knapp vier Mal so viele.

Rio de JaneiroLukas Podolski war zehn Jahre alt und kickte bei Jugend 07 Bergheim, als er mit seinem Talent erst Aufmerksamkeit und dann Interesse erregte. Der 1. FC Köln fand, dass der Junge dem eigenen Nachwuchs gut tun würde und lockte Podolski 1995 in die eigene D-Jugend.

Acht Jahre später gab er mit gerade einmal 18 sein Profidebüt für den Geißbockklub. Was folgte war ein kometenhafter Aufstieg bis hin zum Nationalspieler. Was diese Geschichte mit dem Zuckerhut zu tun hart?

Nun, auch der Pão de Açúcar war die längste Zeit seines Bestehens einfach ein Felsen vor Rio de Janeiro. Doch kaum mischten sich ein paar Kölner ein, begann sein Aufstieg – bis hin Wahrzeichen der brasilianischen Millionenmetropole.

Dass heute Tausende Touristen jeden Tag erst lange in der Warteschlange stehen, um dann in zwei Etappen mit einer Seilbahn auf die Kuppe des Zuckerhuts zu fahren, geht auf die Pionierarbeit des deutschen Unternehmens Pohlig zurück, seinerzeit ansässig im Kölner Stadtteil Zollstock.

Mit Förderbändern für den Bergbau hatte sich die Firma Anfang des 20. Jahrhunderts einen Namen gemacht, Hongkong bereits mit einer Zweipersonenbahn beglückt. Doch in Rio de Janeiro gelang 1913 das Kunststück, die weltweit erste freischwebende Personentransportbahn zum Laufen zu bringen.

Etwas Spektakuläres für Rio de Janeiro
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