Merkel zu Besuch beim DFB Podolski sprüht vor „Muttivation“

Keiner verspricht sich so häufig und so charmant wie Lukas Podolski. Vor dem WM-Auftakt der deutschen Mannschaft gegen Portugal sorgt der Offensivmann für den Twitter-Hashtag der WM: Aus Motivation wird Muttivation.
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Immer gut gelaunt und immer gut für einen Versprecher. Lukas Podolski sorgt mit dem Wort Muttivation für Lacher im Netz. Quelle: Reuters

Immer gut gelaunt und immer gut für einen Versprecher. Lukas Podolski sorgt mit dem Wort Muttivation für Lacher im Netz.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfLukas Podolski hat die Lacher im Netz auf seiner Seite. Der Offensivmann sorgte vor dem Duell der DFB-Elf gegen Portugal für den wohl schönsten Hashtag der WM. Dass die Bundeskanzlerin beim Spiel der deutschen Auswahl zuschaut, motiviert Lukas Podolski nämlich ganz besonders – oder besser: muttiviert. Der Offensivmann sagte bei der Pressekonferenz am Sonntag: „Dass sie morgen kommt, ist für uns eine Muttivation.“ Die Geburt des Hashtags #Muttivation im Netz.

Dabei verfehlte der Nationalspieler seine eigentliche Botschaft nur haarscharf, griff aber so einen fast vergessenen Ausdruck auf. Denn Muttivation steht für die Anregung einer Mutter, die durch ihre Aufforderung das Gegenteil der gewünschten Wirkung bezweckt – weil das Kind der Bitte aus Trotz erst recht nicht nachkommt.

Zwar war Podolskis Wortschöpfung wohl nur ein Versehen. Im Netz ist das Schlagwort aber der Renner. Die Mutti der Nation, Angela Merkel, wird so viel Freude über ihre Anwesenheit bestimmt genießen.

Es ist nicht der erste Versprecher des linken Mittelfeldspielers. Podolski sorgte bereits mit Sprüchen wie „Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln. Und die Ärmel natürlich auch“ und „Was in den Zeitungen stimmt, ist einfach falsch“ für Schmunzler. Sei's drum: Deutschland drückt Podolski und seinen Teamkollegen die Daumen; auch Sohnemann Louis, der seinem Papa schon etwas voraus hat, wird die Mannschaft zu Hause anfeuern.

„Er hat schon einen Pokal gewonnen“, sagt Podolski. Sein sechsjähriger Sohn gewann nämlich vor wenigen Tagen ein Turnier. Und was der Sohnemann kann, will der Papa nun auch schaffen. „Ich habe ihm gesagt, Papa versucht auch 'nen Pokal mitzunehmen, am besten den ganz großen. Wenn man mit dem kleinen Sohn zu Hause telefoniert, ihn über Kamera sieht, ist das Ansporn und auch Motivation für mich, auf dem Platz alles zu geben.“ Beim Finale am 13. Juli sei der Sohn „hoffentlich“ live in Rio dabei. Lukas Podolski dürfte vor dem Auftakt also nur so sprühen vor Motivation – pardon: Muttivation.

Mit gewohnt blendender Laune nahm der 114-malige Nationalspieler das erste Gruppenspiel in Salvador ins Visier. Sechstes Turnier, dritte WM – diesmal soll es mit dem Triumph im DFB-Trikot endlich klappen. „Man sieht die Entwicklung der Mannschaft, und wir sind an einem Punkt angekommen, an dem wir ernsthaft über Titel sprechen können“, sagte die rheinische Frohnatur. Und mit der Mutti der Nation auf der Tribüne dürfte hoffentlich nichts mehr schief gehen.

Die Favela-Kicker und ihr Pausenspektakel
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Täglich stehen die Kinder und Jugendliche in Salvador/Bahia und den anderen Städten, in denen die deutsche Mannschaft spielt, auf dem Platz. Rund 200 sind es an diesem Tag. Die Zeit haben sie: Während der WM ist in Brasilien schulfrei.

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Initiiert wird das Sozialprojekt von der Gesellschaft für Zusammenarbeit (GIZ), finanziert wird es vom Bundesentwicklungsministerium. Aber auch brasilianische Partner sind beteiligt. In Salvador/Bahia haben die Veranstalter ein wunderschönes Gelände am Strand gefunden.

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In Workshops wurden die Trainer aus den Gemeinden geschult. Mit einem jugendlichen Assistenten leiten sie die Übungen und beobachten, wie geschickt sich ihre Schützlinge auf dem Kleinfeld bewegen.

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Der brasilianische Coach Quinho bespricht sich mit einem Trainer des Deutschen Fußballbundes. Ziel ist es, dass sich die soziale Kompetenz der Kinder und Jugendlichen während ihrer Zeit im Sportcamp verbessert.

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Der Platz ist klein und natürlich nicht professionellen Ansprüchen gewachsen. Aber darum geht es bei dem Projekt auch nicht.

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Auch Mädchen sind hier am Ball. Während die einen dribbeln, passen und schießen, machen sich die Ersatzspieler schon bereit für ihren Einsatz.

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Gespielt wird in unterschiedlichen Altersgruppen. Aber alle müssen den Ball in einem der kleinen Tore unterbringen. Fernschüsse sind hier sicher nicht angebracht.

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