Sieg über Kroatien

Mexikaner spielen am Ende wie im Rausch

Mexiko schießt Kroatien aus dem WM-Turnier – und begeistert mit einer fulminanten Schlussviertelstunde. Sie reihen sich ein in die starke Riege mittel- und südamerikanischer Teams. Ihre Überlegenheit hat mehrere Gründe.
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Andres Guardado feiert sein Tor gegen Kroatien: Mexiko feiert durch den Erfolg den Einzug ins Achtelfinale der WM. Quelle: dpa

Andres Guardado feiert sein Tor gegen Kroatien: Mexiko feiert durch den Erfolg den Einzug ins Achtelfinale der WM.

(Foto: dpa)

RecifeUm 18.30 Uhr Ortszeit besteht die Arena Pernambuco ihren Härtetest: Das Stadion bebet, als mehr 30.000 Mexikaner aufspringen, aufschreien. Eben hat Rafael Marquez nach einer Ecke den Ball zum 1:0 für sein Team ins Tor geschädelt – jetzt gibt es für die Fans in Grün kein Halten mehr. Und als drei Minuten später Andres Guardado einen Konter zum 2:0 versenkt ist klar: Mexiko steht im Achtelfinale dieser Fußball-Weltmeisterschaft.

Die Zuschauer erleben ein Spiel, das sich in der Schlussviertelstunde in Ekstase auflöst. Das 3:0 durch den Kopfball von Javier Hernandez, der Ehrentreffer durch Ivan Perisic (82. und 87. Spielminute) und die Rote Karte für den Kroaten Ante Rebic wirken wie weitere Aufputschmittel. Beinahe wäre es den Mexikanern sogar noch gelungen, die Brasilianer vom ersten Platz in der Gruppe A zu verdrängen – doch letztlich reicht die Zahl der zielten Tore nicht.

Was am Ende alles so leicht, so selbstverständlich aussieht, ist 75 Spielminuten lang ein hart umkämpfter Kick. Den Mexikanern reichte zu Spielbeginn ein Unentschieden, um weiterzukommen, die Kroaten mussten gewinnen. Was ihre Aufgabe noch schwieriger machte: Die Arena war fest in Hand der Mexikaner, von denen sich viele in Kampfmontur geschmissen hatten: Aztekenhelme, Sombreros – einer hatte sich gleich ein Stoffpferd um die Hüften gebunden.

Brasilien und Mexiko ballern sich ins Achtelfinale
World Cup 2014 - Security measures prior Cameroon vs Brazil
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Kamerun - Brasilien 1:4 (1:2)

Leicht erhöhtes Sicherheitsaufkommen bei der Partie zwischen Kamerun und Brasilien vor dem Estadio Nacional in Brasilia. Brasilien benötigte noch einen Punkt, um sicher das Ticket fürs Achtelfinale zu lösen. Kamerun dagegen war bereits vor der Partie ausgeschieden, das Team von Volker Finke spielte lediglich noch um die Ehre.

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huGO-BildID: 37727105 Croatia and Mexico pause during the playing of the national anthems prior to a group A World Cup soccer match between Croatia a
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Kroatien - Mexiko 1:3 (0:0)

Das Duell zwischen Kroatien und Mexiko entschied, wer von den beiden das Ticket fürs Achtelfinale löst. Der Showdown in Gruppe A stieg in der Arena Pernambuco in Recife. Zwischen Kroatien und Mexiko entwickelte sich von Beginn an ein umkämpftes Spiel.

Spielbericht: Mexikaner spielen am Ende wie im Rausch

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Nach starker Anfangsphase der Kameruner gehen die Brasilianer in der 17. Minute doch in Führung: Natürlich heißt der Torschütze Neymar. Luiz Gustavo mit einem Ballgewinn auf der linken Seite. Der Wolfsburger geht die Linie lang und passt dann auf Höhe des Strafraums perfekt in die Mitte. Neymar kommt dem Ball entgegen und verwandelt aus zehn Metern mühelos.

World Cup 2014 - Group A - Cameroon vs Brazil
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In der 26. Minute fällt der völlig überraschende Ausgleich: Zunächst köpft der Schalker Joel Matip nach einer Moukandjo-Ecke an den Pfosten. Doch nach der anschließenden Hereingabe von Nyom steht Matip am zweiten Pfosten goldrichtig und muss nur noch einschieben.

World Cup 2014 - Group A - Cameroon vs Brazil
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In der 34. Minute beseitigt Neymar erneut alle Zweifel: Wieder schlägt der Superstar zu und markiert seinen vierten WM-Treffer. Marcelo bedient ihn von der linken Seite. Diesmal nimmt Neymar Tempo auf, lässt Nkoulou stehen und zieht aus 15 Metern flach ab. Itandje wird auf dem falschen Fuß erwischt und kann nicht mehr eingreifen.

huGO-BildID: 37726578 Brazil's Fred questions a line call during the group A World Cup soccer match between Cameroon and Brazil at the Estadio N
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In der 49. Minute schon fast die Vorentscheidung zugunsten Brasiliens: Nach perfekter Luiz-Flanke von links steht Fred (l.) in der Mitte völlig frei und kann aus fünf Metern locker einnicken.

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In der 84. Minute kann Fernandinho die Führung dann noch ausbauen: Fernandinho auf Fred, der am Sechzehner weiter zu Oscar, der zurück zu Fernandinho, der aus 14 Metern mit der Pike vollendet – ein sehr brasilianisches Tor. Das war dann der 4:1-Endstand für Brasilien.

Bei den Kroaten stehen mit Ivan Perisic, Ivica Olic (beide Wolfsburg) und Mario Mandzukic vom FC Bayern München drei in der deutschen Bundesliga heimische Profis in der Startelf. Für spielerische Qualität bürgen zudem die Spanien-Legionäre Luka Modric (Real Madrid) und Ivan Rakitic, der in diesem Sommer vom FC Sevilla zum FC Barcelona wechselt.

Der Schiedsrichter mal wieder im Mittelpunkt
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