Unser WM-Reporter
Merkels Fußspuren in Brasilien

Bevor die Kanzlerin ins Stadion geht, fährt sie an den Strand. Sie schaut sich ein deutsch-brasilianisches Sozialprojekt für Kinder und Jugendliche aus den Favelas an. Unser WM-Reporter weiß, was sie dort erwartet.
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Salvador/BahiaDie Fußballkanzlerin muss sich noch gedulden, bevor sie auf der Ehrentribüne in der Arena Fonte Nova Platz nehmen darf. Obwohl das Spiel Deutschland gegen Portugal um 13 Uhr Ortszeit (18 Uhr MESZ) angepfiffen wird, sieht das Protokoll ein längeres Warm-Up für Angela Merkel vor.

Das führt sie mit ihrer Entourage auch an einen der langen Stadtstrände von Salvador/Bahia – mitten hinein in ein deutsch-brasilianisches Fußballfestival. Am Tag vor ihrem Besuch ist Coach Quinho noch viel zu sehr mit Fingerzeigen, anfeuern und auswechseln beschäftigt als schon an Merkel zu denken.

Der Brasilianer ist einer der Trainer, die in einem Programm der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) ausgebildet wurde. Rund 200 Kinder und Jugendliche aus den Favelas in der Umgebung jagen an diesem Nachmittag dem Ball nach.

Dass die jungen Kicker derzeit täglich zwischen der Avenida Octávio Mangabeira und dem Meer trainieren können, haben sie ihrer Regierung und einer Idee aus Deutschland zu verdanken. „Während der Weltmeisterschaft haben in Brasilien alle Schulen geschlossen“, erzählt Henning Schick, Projektleiter der GIZ.

„Deshalb bieten wir den Kindern und Jugendlichen in den Spielorten der deutschen Nationalmannschaft ein Alternativprogramm an – ein tägliches Sportcamp, das bis zum Ende der WM dauert.“ Zwischendurch gibt es regelmäßig ein großes Festival mit Musik und Tanz zum Sport. So wie auch bei Merkels Auftritt.

Betreut werden die Favela-Kicker von Trainern wie Quinho, denen jeweils ein Jugendlicher assistiert. In einem einwöchigen Workshop wurden sie von Trainern des Deutschen Fußballbundes (DFB) eingestimmt. Die GIZ lieferte den sozialen Mehrwert.

Kommentare zu " Unser WM-Reporter: Merkels Fußspuren in Brasilien"

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  • Die Imagepflege unser Führerin obliegt wie immer den speichelleckenden "Presstituierten", die sich wieder mal für nichts zu schade sind. Möge eine geschmacksverirrte Anaconda sich Madame No einverleiben.

  • Wenn die "Beliebtheitsförderung" vom Steuerzahler bezahlt wird, ist Veruntreuung oder Missbrauch von Steuergeldern!

  • Merkel will ihre sogenannte "Beliebtheit" fördern. n-tv WELT, SPIEGEL, BILD alle helfen mit !

    Sie liegt schon bei 1200 % lt. FORSA und TESLA jeder will nur die baby-brüllende Merkel knuddeln !!!!

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