Vorschau auf Sonntag

Argentiniens Starensemble betritt die Bühne

Die goldene Generation der Schweizer will mit einem Sieg über Ecuador den Weg ins Achtelfinale ebnen. Neuling Bosnien-Herzogowina trifft auf Topfavorit Argentinien, und Frankreich bittet den Fußballzwerg Honduras.
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Auf seiner Abschieds-Tour: Ottmar Hitzfeld greift heute mit der goldenen Generation der Schweizer in die WM ein. Ecuador bietet den Eidgenossen die Stirn. Quelle: AFP

Auf seiner Abschieds-Tour: Ottmar Hitzfeld greift heute mit der goldenen Generation der Schweizer in die WM ein. Ecuador bietet den Eidgenossen die Stirn.

(Foto: AFP)

DüsseldorfSo oder so: Es wird ein stiller Abgang, wenn Ottmar Hitzfeld nach der Weltmeisterschaft sich zur Ruhe setzt. „Es gibt noch ein Leben nach dem Fußball“, erklärte der Schweizer Nationaltrainer. Doch vorher will er mit den Eidgenossen die WM rocken. Der Auftakt: Heute um 18 Uhr in der Gruppe E gegen Ecuador in Brasilia. Und ja: Die Schweiz geht mit all den Bundesliga-Profis gar als Favorit ins Spiel. Für Ecuador wäre das Erreichen der Zwischenrunde ein riesen Erfolg.

Frankreich gegen Honduras direkt unter Druck

Es war die Schock-Nachricht in der Vorbereitung. Franck Ribéry fehlt aufgrund von Rückenbeschwerden. Der 31-Jährige erklärte, „ich habe mich damit abgefunden“, für L'Équipe ist der Ausfall dennoch ein herber Rückschlag. Doch alles Jammern hilft nicht. Für die Franzosen ist um 21 Uhr ein Auftaktsieg gegen Honduras Pflicht. Für den Fußballzwerg ist es die dritte Teilnahme nach 1982 und 2010, selbst ein Torerfolg wäre für die Elf von Luis Fernando Suárez bereits ein Erfolg.

England verliert Hitze-Schlacht, Drogba schockt Japan
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England - Italien 1:2 (1:1)

Die Teams aus England und Italien starteten in Manaus in die Weltmeisterschaft. Die „Arena da Amazônia“ (44.000 Plätze) ist ein Paradebeispiel für alle Kritiker des Turniers in Brasilien. Das Stadion mitten im Regenwald hat knapp 219 Millionen Euro gekostet, die nötige Infrastruktur nochmal ca. fünfmal so viel. Wie es nach den vier Spielen der WM in der Arena weitergeht, weiß noch niemand. Manaus hat nur einen Drittligisten in der Stadt, der das Stadion auf keinen Fall nutzen möchte.

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Unser Reporter unterwegs in Brasilien

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Den besseren Start in die Partie erwischten die „Three Lions“. Die Jungs von Trainer Roy Hodgons legten los wie die Feuerwehr, das hohe Tempo unter anderem von Jungstar Raheem Sterling (l.) überforderte die Italiener zunächst. Immer wieder sorgten schnelle Gegenstöße eben über Sterling oder Wayne Rooney für Gefahr vor dem Tor des Weltmeisters von 2006.

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Im Kasten der „Squadra Azzurra“ stand Salvatore Sirigu. Im Abschlusstraining am Freitag war Italiens Torwart-Legende Gianluigi Buffon unglücklich umgeknickt, er wurde nicht mehr rechtzeitig fit. Mit Sirigu (Paris Saint-Germain) hat Italien allerdings einen weiteren Klasse-Keeper zur Verfügung.

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Aller Überlegenheit der Engländer zum Trotz: In Führung ging Italien. Nach einer Ecke kommt Claudio Marchisio (Juventus Turin) etwa 20 Meter vor dem Tor frei an den Ball. Gegen seinen platzierten Schuss ins linke Eck hatte Joe Hart im Kasten der Engländer keine Chance.

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Das Tor lies bereits wieder von Italiens traditioneller Effektivität schwärmen, als Daniel Sturridge (r.) nur zwei Minuten später schon der Ausgleich gelang. Sterling schickte Rooney über links, der Star von ManU flankte perfekt auf den Stürmer vom FC Liverpool, der ungedeckt nur noch den Fuß hinhalten musste (37. Minute). Damit belohnte sich England im Nachhinein doch noch für seinen starken Auftritt in der Anfangsphase.

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Doch der Ausgleich hemmte die Engländer mehr als das er sie beflügelte. Italien übernahm nun das Ruder, in der Nachspielzeit der ersten Hälfte wurde es sogar nochmal brandgefährlich. Mario Ballotelli umkurvte Keeper Joe Hart, musste aber nach außen abdrehen. Als alle mit einer Flanke in die Mitte rechneten, lupfte das Enfant terribel den Ball jedoch über alle hinweg aufs Tor, England konnte nur knapp vor der Linie retten. Anschließend traf Candreva noch den Pfosten. So musste England nach starker Anfangsphase sogar froh sein, mit dem Unentschieden in die Pause gehen zu dürfen.

Italy's Mario Balotelli heads the ball past England's Joe Hart during World Cup soccer match at Amazonia arena
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Doch auch die Pause half den Engländern nicht mehr auf die Beine. Schon in der 50. Minute kam Italien wieder gefährlich vors Tor. Dieses Mal flankte Candreva auf den langen Pfosten, wo Mario Balotelli den Ball zum 2:1 einnicken konnte.

Der Top-Favorit in den Startlöchern

Messi, Higuáin, di Maria: Die Namen in Argentiniens Offensive sind klangvoll und versprechen Zauberfußball. Kein Wunder, dass die Südamerikaner als Titelfavorit gelten. Doch bevor die ganz entscheidenden Schlachten geschlagen werden, hat das Team von Coach Alejandro Sabella den WM-Neuling Bosnien-Herzogowina vor der Brust. Um 00.00 Uhr betritt das Team um Führungsspieler Edin Dzeko die große Bühne. Auch mit dabei: Sead Kolasinac vom FC Schalke 04, Sejad Salihovic von der TSG Hoffenheim und der Ex-Bochumer Zvejzdan Misimovic. Zwar ist der Neuling kein Kanonenfutter, gegen Argentinien wird die Luft aber ganz dünn.

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