WM-Fieber
USA-Spiel bricht Zuschauerrekorde

Das USA-Spiel gegen Deutschland bricht nicht nur hierzulande Zuschauerrekorde. In den USA werden sogar die Zahlen des jüngsten Football-Endspiels übertrumpft. Doch die Qualität des Online-Empfangs ließ zu wünschen übrig.
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San FranciscoDie deutsche Nationalmannschaft schaffte mit ihrem 1:0 über die USA am Donnerstag nicht nur den Einzug ins Achtelfinale, sondern auch einen TV-Rekord: 27,25 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 84,2 Prozent) schalteten das Spiel ab 18 Uhr im ZDF ein - Bestwert im bisherigen WM-Verlauf.

Das 4:0 gegen Portugal hatten zehn Tage zuvor 26,36 Millionen Menschen gesehen, nicht eingerechnet diejenigen, die beim Public Viewing auf Plätzen und in Kneipen zuguckten. Auch in den USA steigt die Beliebtheit von Fußball. Der Sportsender ESPN meldet für das Spiel USA gegen Deutschland am Donnerstag einen neuen Rekord für seinen Online-Streamingdienst watchESPN.

Mit 1,7 Millionen kontinuierlichen Zuschauern schlug das Fußball-Spiel sogar die Zahlen des jüngsten SuperBowl-Endspiels der American Football-Liga, das mit Abstand größte Sportereignis in den Vereinigten Staaten. Zuvor hatte bereits das Spiel USA gegen Portugal auf dem TV-Kanal einen neuen Rekord gesetzt. Fast 19 Millionen Zuschauer verfolgten das Spiel insgesamt.

Der dramatische Regenkampf am Donnerstag, den das deutsche Team mit 1:0 für sich entscheiden konnte, verlief Online allerdings nicht ganz reibungslos. Man untersuche einige Beschwerden, teilte ESPN auf Twitter mit, über schlechte Qualität und Verbindungsabbrüche. Die überraschend hohe Nachfrage in der ersten Halbzeit habe zu Problemen geführt.

Unter Umständen hat das Spiel um den Einzug in die nächste Runde der Fifa-WM sogar einen Rekord für Sportübertragungen weltweit gesetzt. Der Video-Dienstleister Akamai will die endgültigen Daten erst am Freitag bestätigen, teilte aber schon einmal mit, dass möglicherweise sechs Terabit Daten pro Sekunde während der Partie über das Internet schickt worden seien.

Akamai stellt in vielen Ländern Server zur Verfügung, die den Weg eines Videostreams um die Welt verkürzen. Die Anfrage des Nutzers wird zwar weiterhin etwa an ESPN in den USA gesendet, aber das Signal kommt dann über einen Akamai-Server in der Nähe des Kunden, zum Beispiel Deutschland oder England. Bisheriger Rekordhalter bei Akamai ist das Spiel Brasilien gegen Mexiko mit 4,59 Terabit pro Sekunde.

Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
Handelsblatt / Korrespondent
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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