WM-Vorschau
Selbstbewusste Bosnier und Messis Lieblingstaktik

Deutschland will gegen Ghana die Weichen für den Achtelfinaleinzug stellen. Für Bosnien und Nigeria geht es darum, die Chance auf den zweiten Platz zu wahren. Und Argentiniens Messi freut sich auf seine Lieblingstaktik.
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Fortaleza Irans Nationaltrainer Carlos Queiroz setzt gegen den WM-Mitfavoriten Argentinien voll die Außenseiterrolle. Er räumte einen Tag vor der Partie an diesem Samstag (18.00 Uhr MESZ/ARD) in Belo Horizonte aber auch ein: „Das ist eine Mannschaft, die eine weitere WM gewinnen will und wir sind eine Mannschaft, die um ihre eigene Meisterschaft spielt.“ Für die iranische Auswahl, die zum WM-Auftakt in Brasilien ein 0:0 gegen Nigeria erzielt hatte, gehe es vor allem darum zu bestehen.

„Ein Gesetz des Fußballs ist, dass nicht immer die besten Teams gewinnen und dass nicht immer die schlechtesten verlieren. Das ist unsere Gelegenheit“, sagte Queiroz: „Unsere Verantwortung ist es, für die Fans zu spielen, ihnen Freude zu bereiten und sie stolz zu machen“, betonte der Portugiese, der nach der WM als Coach der Iraner aufhören wird.

„Unsere Reise hierhin war sehr hart“, erinnerte Queiroz an die Qualifikation. „Nun sind wir hier und haben die wunderbare Gelegenheit gegen diese fantastischen Spieler des argentinischen Teams zu spielen.“ Man wolle eine gute Zeit haben und den Argentiniern das Leben schwer machen.

Argentiniens Trainer Alejandro Sabella wird das zweite WM-Gruppenspiel mit drei Stürmern beginnen und damit in Lionel Messis Lieblingstaktik. „Ich kann bestätigen, wir starten in einer 4-3-3-Formation“, sagte der Coach des zweimaligen Weltmeisters bei einer Pressekonferenz im WM-Stadion von Belo Horizonte am Freitag. Damit werden neben Messi Sergio Agüero und Gonzalo Higuain den Sturm an diesem Samstag (19.00 Uhr/MESZ) gegen Iran bilden.

Sabella stellte nach dem 2:1 im Auftaktspiel gegen Bosnien-Herzegowina, als er mit einem 5-3-2-System begonnen hatte, klar: „Wir versuchen zu gewinnen und besser zu spielen. Neben dem Sieg müssen wir auch dran danken, dass wir unsere Leistung verbessern.“ Gewinnen die Argentinier, stehen sie schon im Achtelfinale bei der Endrunde in Brasilien.

Nachdem Messi die defensive Ausrichtung in der ersten Halbzeit am vergangenen Sonntag kritisiert hatte, erklärte Sabella mehrfach, dass ihn das nicht verletzt habe. „Messi hat so oft gesagt, dass er lieber im 4-3-3-System spielt. Er war sehr respektvoll“, betonte der Coach.

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