Kontrolle im Luftraum
Nasa will Flugkontrolle für Drohnen entwickeln

Drohnen, die Pakete ausliefern, das Land vermessen oder Falschparker jagen: In wenigen Jahren dürfte viel Verkehr in der Luft herrschen. Damit der konfliktfrei funktionieren kann, muss eine Flugkontrolle her.
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BerlinDrohnenhersteller entwickeln immer mehr Einsatzmöglichkeiten für die kleinen Flugkörper, die künftig etwa zum Filmen oder für Transportaufgaben eingesetzt werden sollen. „Der Himmel wird zunehmend überfüllt werden, wenn kommerzielle und private unbemannte Flugobjekte populärer werden“, sagt Parimal Kopardekar, der als Manager für das Nasa-Projekt Safe Autonomous Systems Operations arbeitet.

Das Problem: Derzeit können die Drohnen weder untereinander noch ihre Piloten miteinander kommunizieren. Abstürze und Zusammenstöße sind programmiert. Deshalb ist es auch nicht gestattet, die Drohnen außerhalb der Sichtreichweite einzusetzen. Das senkt ihren Nutzen aber massiv. Welcher Lieferant würde schon vor den Augen seiner Kundschaft eine Drohne mit Waren bestücken und ein kurzes Stück zu ihm hinfliegen?

Die Nasa und die Flugsicherheitsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) wollen deshalb ein Verkehrsmanagementsystem für niedrigfliegende Drohnen entwickeln. Vergangenes Jahr hatte das Ames Research Center der Nasa eine Einladung an Industrievertreter, Behörden und Forschungseinrichtungen ausgesprochen. Diese sollen zur Entwicklung eines solchen Systems beitragen.

Die Nasa steuert ihrerseits ihre Forschungsergebnisse bei und koordiniert das Vorhaben. Das Nasa-Team untersucht und testet Möglichkeiten, mit Drohnen vom Boden aus zu kommunizieren, um zum Beispiel dynamische virtuelle Korridore zu errichten, in die andere Drohnen nicht einfliegen dürfen.

Die größte Herausforderung bei der Integration von Drohnen in den Luftraum ist ein zuverlässiges Verfolgungssystem. Radar eignet sich aufgrund der niedrigen Flughöhen und der extrem kleinen Flugkörper nicht. Dennoch müssen die Drohnen vom Boden und von anderen Flugzeugen aus erkannt werden können. Die Nasa versucht deshalb, mit Mobilfunkanbietern ein Ortungssystem über deren Funkmasten aufzubauen.

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