Kontrolle im Luftraum Nasa will Flugkontrolle für Drohnen entwickeln

Drohnen, die Pakete ausliefern, das Land vermessen oder Falschparker jagen: In wenigen Jahren dürfte viel Verkehr in der Luft herrschen. Damit der konfliktfrei funktionieren kann, muss eine Flugkontrolle her.
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Der Himmel wird immer voller - doch noch fehlt ein funktionierendes Flugkontrollsystem für Drohnen. Quelle: dpa
Kameradrohne im Einsatz

Der Himmel wird immer voller - doch noch fehlt ein funktionierendes Flugkontrollsystem für Drohnen.

(Foto: dpa)

BerlinDrohnenhersteller entwickeln immer mehr Einsatzmöglichkeiten für die kleinen Flugkörper, die künftig etwa zum Filmen oder für Transportaufgaben eingesetzt werden sollen. „Der Himmel wird zunehmend überfüllt werden, wenn kommerzielle und private unbemannte Flugobjekte populärer werden“, sagt Parimal Kopardekar, der als Manager für das Nasa-Projekt Safe Autonomous Systems Operations arbeitet.

Das Problem: Derzeit können die Drohnen weder untereinander noch ihre Piloten miteinander kommunizieren. Abstürze und Zusammenstöße sind programmiert. Deshalb ist es auch nicht gestattet, die Drohnen außerhalb der Sichtreichweite einzusetzen. Das senkt ihren Nutzen aber massiv. Welcher Lieferant würde schon vor den Augen seiner Kundschaft eine Drohne mit Waren bestücken und ein kurzes Stück zu ihm hinfliegen?

Diese Ideen sollen die Luftfahrt revolutionieren
Schnelle Abfertigung
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Spielend den Flughafenverkehr abwickeln: Studenten der Northwestern Polytechnical University in China haben die Bewegungssensorik einer Spielekonsole auf ein Flugzeug-Leitsystem übertragen. Die Abfertigungszeiten an Flughäfen könnten so kürzer werden. Auf der Animation des Flugzeugbauers Airbus ist zu sehen, wie Piloten und Bodenpersonal mittels Infrarot-Informationen vor Hindernissen gewarnt werden.

Drohnen als Vogelschreck
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Junge Ingenieure aus Japan haben eine Möglichkeit gefunden, wie Drohnen künftig die Luftfahrt sicherer machen könnten: Ein Schwarm der unbemannten Flugobjekte soll Vogelschwärme so manipulieren, dass sie zu einem sicheren Platz, einem sogenannten „Birdport“, fliegen, anstatt sich auf den Start- und Landebahnen der Flughäfen niederzulassen. Die Studenten der University of Tokyo setzen dabei auf Lockmittel wie etwa das Abspielen von künstlichem Vogelgezwitscher. Die Illustration des Flugzeugherstellers Airbus zeigt, wie die Idee in der Umsetzung aussehen könnte.

Onbord-Müllabfuhr
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Die Tüftler von „Retrolley“ haben einen Müll-Trolley entwickelt, der während des Flugs Abfälle trennt und recycelt. Die Onbord-Müllabfuhr soll den Flugbetrieb vereinfachen und beschleunigen.

Flügel zur Energiegewinnung
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Das Team von „Multifun“ hatte die Idee, Flugzeugflügel mit einem Verbundwerkstoff zu überziehen. Durch diese besondere Haut sollen die Bewegungen des Flügels in elektrische Energie umgewandelt werden.

Immer unter Strom
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Über den Wolken scheint immer die Sonne. Die Ingenieure von B/E Aerospace wollen sich das zunutze machen. Sie haben in die Sonnenblenden der Fenster einen dünnen Solarzellenfilm eingebaut. Der liefert Strom etwa zum Aufladen eines Smartphones oder Tablet-Computers. Noch befindet sich das System mit dem Namen „Solar Eclipse“ in der Testphase.

Energiegewinnung auf dem Rollfeld
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Doktoranden der City University in London haben eine Methode zur umweltfreundlichen Energiegewinnung für Flugzeuge auf dem Rollfeld erarbeitet. Sender in den Rollwegen direkt unter dem Flugzeug sollen elektrische Energie an Empfänger zwischen den Rädern des Fahrgestells übertragen und damit CO2-Emissionen verringern.

Leuchtstoffröhren ade
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Die Mainzer Firma Schott hat zusammen mit Lufthansa Technik ein neues Beleuchtungskonzept für Flugzeuge entwickelt. Statt der üblichen Neonröhren kommen wartungsarme LEDs zum Einsatz. Anders als bei üblichen LED-Systemen werden die LED-Dioden nicht einfach aneinandergereiht, sondern das Licht wird gemischt. Dadurch wirkt es gleichmäßig und harmonisch. Außerdem sind Farbwechsel programmierbar, etwa ein angenehmes Blau für die Nachstunden an Bord. Einer der ersten Kunden ist die skandinavische Airline SAS.

Die Nasa und die Flugsicherheitsbehörde Federal Aviation Administration (FAA) wollen deshalb ein Verkehrsmanagementsystem für niedrigfliegende Drohnen entwickeln. Vergangenes Jahr hatte das Ames Research Center der Nasa eine Einladung an Industrievertreter, Behörden und Forschungseinrichtungen ausgesprochen. Diese sollen zur Entwicklung eines solchen Systems beitragen.

Die Nasa steuert ihrerseits ihre Forschungsergebnisse bei und koordiniert das Vorhaben. Das Nasa-Team untersucht und testet Möglichkeiten, mit Drohnen vom Boden aus zu kommunizieren, um zum Beispiel dynamische virtuelle Korridore zu errichten, in die andere Drohnen nicht einfliegen dürfen.

Die größte Herausforderung bei der Integration von Drohnen in den Luftraum ist ein zuverlässiges Verfolgungssystem. Radar eignet sich aufgrund der niedrigen Flughöhen und der extrem kleinen Flugkörper nicht. Dennoch müssen die Drohnen vom Boden und von anderen Flugzeugen aus erkannt werden können. Die Nasa versucht deshalb, mit Mobilfunkanbietern ein Ortungssystem über deren Funkmasten aufzubauen.

Datenbank für No-Fly-Zonen
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