Luftfahrtmesse in Le Bourget
Boeing zieht bisher größten Deal ans Land

Boeing hat bei der Pariser Luftfahrtschau einen Großauftrag eingeheimst. Eine niederländische Leasingfirma ordert 100 Maschinen der 737 Max. Damit liegt der US-Flugzeugbauer im Rennen um die Aufträge vor Airbus.
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Le BourgetDer US-Flugzeugbauer Boeing hat am zweiten Tag der Luftfahrtmesse in Le Bourget den bisher größten, dort erteilten Auftrag ergattert. Die niederländische Leasing-Firma AerCap bestellte 100 Maschinen des Typs 737MAX-8 mit einem Listenpreis von umgerechnet 9,5 Milliarden Euro, wie Boeing am Dienstag mitteilte. Allerdings handeln Käufer in der Regel erhebliche Preisnachlässe heraus. Auch Boeing-Konkurrent Airbus zog auf der seit Montag laufenden Messe erste Kauforder an Land.

Am Dienstag bestellte die japanische Billigfluglinie Peach Aviation drei A320-Jets, wie Airbus mitteilte. Am Montag hatte die Leasingfirma GE Capital Aviation Services 60 Mittelstreckenflugzeuge vom Typ A320neo und A321neo mit einem Listenpreis von insgesamt 6,6 Milliarden Dollar geordert. Der Wettlauf um Kunden zwischen Airbus und Boeing finde vor allem zwischen der 737Max-Serie und der A320-Familie statt, sagten Beobachter.

Russlands Wirtschaftsprobleme machten sich auf dieser 51. Pariser Luftschau auf dem Flugplatz Le Bourget außerhalb von Paris ebenfalls bemerkbar. Die Fluggesellschaft Aeroflot stornierte einen Kaufauftrag für Boeings Langstreckenflugzeug 787. Russland sei derzeit „ein harter Markt“, sagte Boeing-Chef Ray Conner. Doch er zeigte sich zuversichtlich, andere Kunden für den „Dreamliner“ zu finden.

Conner erwartet, dass bis 2034 rund 38.050 neue Flugzeuge benötigt werden. Airbus-Verkaufschef John Leahy hatte am Montag den Bedarf für denselben Zeitraum auf 32.600 beziffert. Das Segment der Großraumflugzeuge bezeichnete Conner als „begrenzten Markt“, während Leahy große Nachfrage dafür erwartet. Vor allem aus Asien dürften in den kommenden zwanzig Jahren Großaufträge kommen.

Die Flugschau in Le Bourget findet alle zwei Jahre statt und läuft bis 21. Juni.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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