Neue Flugschreiber vorgestellt
Airbus erleichtert die Blackbox-Suche

Nach einem Flugzeugunglück über dem Meer ist es für Rettungskräfte oft schwierig, an die Flugdatenschreiber der gesunkenen Maschinen zu kommen. Airbus will das bei Blackboxen für Langstreckenjets künftig ändern.
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Le BourgetDer Flugzeugbauer Airbus will bei Flugzeugunglücken die Suche nach den Flugdatenschreibern erleichtern. Ab Ende 2019 sollen Langstreckenjets des Konzerns bei einem Absturz ins Meer schwimmfähige Blackboxen ausstoßen. Die Technik stellte Airbus gemeinsam mit Zulieferern am Mittwoch auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris vor.

Bisher gestaltet sich die Suche nach den Flugdatenschreibern und Stimmrekordern im Meer oft schwierig: Beide Geräte sind zwar so verbaut, dass sie einen Aufprall aus großer Höhe relativ unbeschadet überstehen. Doch werden sie bei einem Untergang der Maschine mit in die Tiefe gezogen und sind dann für Bergungskräfte oft nahezu unerreichbar.

Zudem verstummt das Ortungssignal, mit dem die Geräte auf sich aufmerksam machen, nach einer gewissen Zeit – meist nach etwa 30 Tagen. Danach sind die Datenschreiber, die Auskunft über die letzten Minuten an Bord und mögliche Absturzursachen geben können, für Suchmannschaften nicht mehr aufzuspüren.

Vor allem zwei Flugzeugkatastrophen der jüngeren Vergangenheit haben den Ruf nach verbesserten Flugdatenschreibern laut werden lassen: Nach dem Absturz eines Airbus von Air France 2009 vor der lateinamerikanischen Küste hatte es zwei Jahre gedauert, bis die Boxen aus großer Tiefe geborgen werden konnten. Die Boxen der Boeing, die als Malaysia-Airlines-Flug MH370 im Jahr 2014 im Indischen Ozean verschwand, wurden bis heute nicht entdeckt.

Die neue Technik steht auch anderen Herstellern offen

Die neuen Flugdatenschreiber von Airbus sollen mehrere Verbesserungen bringen. Während Flugzeuge bisher getrennte Rekorder für Flugdaten und Sprachaufnahmen aus dem Cockpit besitzen, sollen Airbus-Jets künftig zwei Boxen haben, die beides enthalten.

Gemäß neuer Vorgaben von Flugaufsichtsbehörden sollen sie zudem Sprachaufnahmen der letzten 25 Stunden speichern. Bisher sind nur zwei Stunden gefordert. Außerdem sollen die fest installierten Boxen 90 Tage lang ein Ortungssignal abgeben.

Bei den Mittelstreckenjets der A320neo-Reihe will Airbus gleich zwei der neuen Blackboxen einbauen. Für die Langstreckenjets wie die A330, A350 und A380 sowie die Langstreckenversion der A321neo sind je eine fixe und eine ausstoßbare Box geplant. Sie wird am Heck platziert und soll sich automatisch lösen, falls sich das Flugzeug etwa durch einen Aufprall verformt oder mehr als zwei Meter unter Wasser sinkt.

Airbus würde die neue Technik gern zum Standard machen. Sie stehe auch anderen Flugzeugbauern offen, hieß es.

Thomas Trösch
Thomas Trösch
Handelsblatt / Redakteur Wissenschaft + Technik
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Neue Flugschreiber vorgestellt: Airbus erleichtert die Blackbox-Suche"

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  • .....und wenn es so ist.....wie beschrieben.....und Airbus es erprobt hat....und davon ist auszugehen...kann diese Erfindung.....im Dienste der Menschen....garnicht hoch genug gewürdigt werden.....so wird man vorher aus großen Höhen dieses Gerät auf praxisnahen Formteilen untergebracht.....hat abstürzen lassen.....also eine tolle Bereicherung für die Menschheit....
    Was ist weiter dazu zu sagen?......ein sehr guter Fortschritt.....was auch die technische Innovation betrifft.....für unseren Europäischen Flugzeugkonzern Airbus.....mein herzlicher Glüchwunsch dazu....

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